Unsere letzten Stationen in Rajasthan

Unterwegs in Rajasthan. Letzte Etappe per Bus von Jodhpur über Ranakpur nach Udaipur

Der letzte Part unserer Reise durch Rajasthan, sollte zünftig, backpackermäßig erfolgen. Also, mit dem Bus. Das Ticket hatten wir schon in Jaisalmer besorgt und so wussten wir immerhin, von welchem Busbahnhof wir dieses mal mit einem Semi-Deluxe-Bus unterwegs sein würden. 4 Stunden würde es wohl brauchen, bis wir den letzten Zwischenstopp vor Udaipur, also Ranakpur, erreichen würden. Für dort hatten wir uns selbst eine Überraschung vorbereitet, nämlich die Übernachtung in einem Luxus-Ressort. Das muss manchmal sein, einfach, um die Mühsal zu vergessen, die manchmal unvermeidlich ist und außerdem haben wir für solche Anlässe ein Sonderbudget, nämlich den Hochzeitsfonds, gesponsert von unseren Freunden.

Wir waren pünktlich an der Busstation, so dass wir ausreichend Zeit hatten, unseren Semi-Deluxe in Augenschein zu nehmen

Stylish, im Gewand des Underdogs kam er daher. Die Patina, hätte sie sprechen können, würde uns wahrscheinlich von 25 Jahren Einsatz unter härtesten Bedingungen erzählen. Klar, so ein Bus braucht keine Rücklichter, was wohl werksseitig einnst Standardzubehör war, wurde einfach nicht mehr ersetzt, weil die pragmatischen Busunternehmen kein Geld in überflüssigen Firelfanz investieren. Also auch nicht in anständige Sitze, Sauberkeit oder gar Dämpfung, die einen Fahrgast vergessen ließe, dass er in Indien unterwegs ist.

Die Unterbringung unseres Gepäcks wurde elegant gelöst- Beide Taschen landeten in einem Teil des Busses, den man vielleicht als After oder Dickdarm bezeichnen könnte, wenn man auf Metaphern steht.

Sehr positiv fiel uns der Busbegleiter auf, der auch die Aufgabe hatte, Tickets zu kassieren, was er selbst im engsten Gewühl gewissenhaft erledigte

Irgendwie schien dieser Mann der geistige Führer des Busses zu sein. Er hatte alles und jeden im Griff, sorgte sogar dafür, dass die Leute mit all ihrem Gepäck nur den von ihnen bezahlten Raum nutzten und nicht etwa die Gänge.

Die Fahrt begann langsam und ließ bald stark nach. Die Ideallinie zwischen Jodhpur und Ranakpur, so wie sie maps.me anzeigte, schien den Fahrer wohl nicht zu überzeugen. Jede denkbare Schleife wurde mitgenommen, jeder erkennbare Ort für einen Stopp genutzt um Passagiere aufzunehmen oder abzusetzen.

Der Busbegleiter hatte uns versprochen, Laut zu geben, wenn wir am Ziel waren

Das tat er auch, aber nicht nur das. Er arrangierte sogar, dass wir punktgenau vor unserem Luxusressort aussteigen konnten, obwohl das garantiert kein offizieller Halt war, jedenfalls aus Sicht der Passagiere, die dieser Bus normalerweise befördert. Einen Tag später, wir waren zu Fuß auf de Rückweg vom Tempel zum Hotel, winkte uns ein freundliches Gesicht aus einem herandonnernden Busungetüm zu: unser Busbegleiter. Hey, man hatte uns wiedererkannt; so sind sie halt die Inder, die meisten sind einfach nur freundlich.

Da standen wir also, verschwitzt, verstaubt, ausgelutscht im pompösen Empfang des King’s Abode und verblüfften die Angestellten in der Rezeption, die sich keinen Reim darauf machen konnten, wie Gäste des Hotels um diese Tageszeit und ohne Taxi mit Fahrer wohl einfach da sein konnten.

Egal, wir wurden eingelassen, in eine hochklassige Anlage

Geschmackvoll gestaltet aus grauem Granit, Säulengängen, künstlichen Seen, Kunsthandwerk und Blumendekorationen. Und zu allem gehörte ein Swimmingpool und zwar ganz für uns alleine. Übrigens, alles im Hotel war nur für uns alleine, wir waren nämlich die einzigen Gäste. Geschätzte Quote von Personal/pro Gast etwa 45/1…. ganz schön dekadent, mag man wohl denken, aber wahrscheinlich gehört das King’s Abode einem ehemaligen Maharadscha, der das als Hobby betreibt und sich die hohen Fixkosten erlauben kann.

Chillen, besichtigen und weiter

In Ranakpur lässt sich neben dem Genuss stilvoller Ressorts, der wunderschönen Landschaft und dolce far niente natürlich auch etwa Sinnvolles anstellen, nämlich der Besuch des berühmten Jain Temples. Einen Eindruck, wie die Jains ihre heiligen Stätten gestalten, hatten wir ja schon in Jaisalmer bekommen. Wir beschreiben den Tempel ausführlich auf unserer Seite Ranakpur (Rajasthan).

Die Weiterfahrt zu unserem letzten Stopp in Rajasthan, also Udaipur, haben wir übrigens mit dem Taxi gemacht. Kurze 2 Stunden durch liebliche Landschaften und über gut asphaltierte Straßen, so lässt es sich auch reisen.

Mehr zu unserem Indien: 

Du weisst, dass Du in India bist … Incredible India ist für alle da,Delhi, Uttar Pradesh, Rajasthan, Maharashtra, Goa, Karnataka, Kerala,Tamil Nadu, Himachal Pradesh, Punjab, Uttarakhand, Odisha (Orissa)Andhra Pradesh,

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