Alleppey

Backwaters, das ist eine Wasserlandschaft aus Seen, Lagunen, Flüssen natürlichen und künstlichen Kanälen, die sich entlang der Küste Keralas am Arabischen Meer erstreckt, inmitten einer immergrünen, saftigen Landschaft aus Dschungel, Feldern und Plantagen. Dort liegt Alleppey (oder auch Alappuzha genannt). Die Stadt, mit ihren Kanälen und Brücken, wirkt bei flüchtigem Hinschauen ein wenig wie Amsterdam, verpflanzt in Dschungellandschaft Südindiens, vielleicht sogar wie Venedig, wegen der kleinen schwarzen Schiffe mit geschwungenem Bug und Heck. Das war es aber schon an Gemeinsamkeiten, ansonsten reiht sich der Ort in die Liste der eher beliebigen Städte ein: Gold- und Schmuckläden säumen die Straßen, neben unzähligen Bekleidungsanbietern, Apotheken und Kiosken. Das macht das Einkaufen zur Schnitzeljagd, wenn man so etwas Triviales wie Shampoo oder ein Standardpflegeprodukt sucht. Aber wer hierher kommt, will die Backwaters erleben.

Am besten begibt sich der Besucher dafür in das Gewimmel der Wasserstraßen; die meisten sind schiffbar und werden für den Verkehr genutzt. Früher eher kommerziell für den Handel zwischen den Städten, heute vorwiegend für den Tourismus. Typisch für die Region sind die Hausboote, auf denen es sich auch übernachten lässt. Man kann aber auch genauso gut eine Unterkunft an Land finden, vielleicht direkt am Wasser, und dort das Treiben auf sich wirken lassen.

Für eine Backwater-Tour kann man sich auch überlegen, eine Fähre der staatlichen Bootsgesellschaft zu nutzen (www.swdt.kerala.gov.in). Entweder für eine Fahrt nach Kollam, die etwa 8 Stunden dauert, oder für eine Fahrt zu einer der Endstationen der örtlichen Fähren, beispielsweise S41 „See Kuttanad“, Startpunkt am Main Boat Jetty: ein doppelstöckiges Boot – man sitzt als Tourist natürlich oben – und hat dann eine tolle Fahrt durch die Wasserwege zu einem Preis von schlappen 2,20 € für 2 Personen. Die Fahrt dauert gute 2 Stunden und so lässt sich alles hier am besten kennenlernen, um dann, wenn man mehr will, weiter zu disponieren.

Uns haben unsere Fahrten zusammen mit den Einheimischen auf dieser Fähren viel Spaß gemacht und wir konnten dabei viel über den Alltag der Bewohner in den Backwaters beobachten; auf eine Tour im Hausboot werden wir daher verzichten. Die großen Übernachtungsboote dürfen übrigens nach 17.30 Uhr nicht mehr unterwegs sein und dümpeln dann irgendwo vor einem Anleger, oftmals in einem Pulk aus mehreren Schiffen.

Ökologisch scheint die Region noch gesund zu sein, wie sich aus der enormen Vielfalt aller möglichen Vogelarten und leider auch Moskitos erahnen lässt. Wie sagte doch einst ein weiser Inder: Erst sterben Kormoran und Stechmücke, dann stirbt der Mensch.

Was uns unterwegs auffiel und wie wir hierher kamen.

Unser Tipp für Aleppey: Wir haben im Erathra Homestay, sehr relaxed und mitten in den Backwaters, übernachtet!

Wayanad, Kochi, Munnar, Periyar, Trivandrum

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