Israel

Israel als Reiseziel ist für uns zunächst einmal ein ganz normales Land wie jedes andere auch. Wie überall auf der Welt, gibt es hier natürlich Besonderheiten, aber um die kennenzulernen, sind wir ja unterwegs.

Die Normalität betrifft insbesondere den einen Punkt, der immer wieder angeführt wird, nämlich die Frage nach der Sicherheit. Unsere Antwort darauf: Das funktioniert wie bei einem Wirbelsturm. An der Peripherie geht es recht aufregend zu, aber im Auge des Sturmes herrscht Ruhe. Das hat jetzt nichts mit einem Stockholmsyndrom zu tun; tatsächlich bekommen wir hier wenig mit von Grenzkonflikten oder Streitereien mit den Nachbarn. Das Leben in Israel verläuft normal, mit allem, was dazu gehört; Alltagsärger, Alltagsfreuden. Touristen merken eigentlich noch weniger von all dem; sie sind meistens mehr damit beschäftigt zu verstehen, wie die Dinge überhaupt funktionieren.

Das wird einem manchmal erschwert, weil der erste Zugang zu einer Kultur und Lebensart über die Sprache geschieht, die gesprochene und die geschriebene. Nur, wer lernt schon für einen Urlaub erfolgreich hebräisch? Und weil Israel, stolz auf eigene Kultur und Lebensart, sich nicht immer bemüht, speziell den Ausländern das Leben zu erleichtern, stehen wir dann vor einem Straßenschild, das wir nicht lesen können, vor Verpackungen, deren Inhalt sich nicht erraten lässt, oder blättern in einer Speisekarte, von der wir kaum eine Buchstabensuppe bestellen können.

Übermäßiges Interesse erwecken Touristen auch nicht. Israelis helfen Dir zwar, aber sie wollen darum gebeten werden. Anders als bei den arabischen Nachbarn, die eine momentane Hilflosigkeit des Gastes zum Anlass nehmen, spontan sofort alle Register zur Unterstützung aufzubieten, sind die Israelis cool und praktizieren lieber die Politik des Nichteinmischens. Wer das begreift, sollte eigentlich zurechtkommen.

Der Rest ist ein Kinderspiel und schnell zu begreifen: Am Shabbath geht kaum etwas und an Jom Kippur oder Sukkot schon mal gar nichts.

Wie überall bringt einen Freundlichkeit und gelassenes Handeln auch in Israel eher voran, als dass es hindert. Und so schafft man es, viele Eindrücke mitzunehmen, denn das Land hat natürlich einiges an Sehenswürdigem zu bieten. Interessante Landschaften, Altertümer, eine moderne Infrastruktur, die das Reisen leicht macht, alles in allem eine Lebensart, die uns Westlern nicht fremd ist. Das, was uns in Israel anders scheint, etwa die Welt des orthodoxen Judentums, befasst sich kaum mit uns. Man nimmt sich gegenseitig wahr, und lässt sich eigentlich gewähren.

Wir haben auf unserer Reise einige typische Regionen gewählt, um das Land kennenzulernen:

Eilat  –  Jerusalem  –  Tel Aviv  –  Akko  –  Haifa und Caesarea  –  Galiläa

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