Sidemen

Wenn man es erst mal geschafft hat, hinzukommen nach Sidemen, auf der richtigen Straße und nicht auf dem Weg, der vor einer Minibrücke endet, fühlt man sich gut aufgehoben, in diesem Ort. Viele Homestays und Hotels, die die gesamte Preispalette abdecken, die für Unterkünfte in Bali verlangt werden, bieten für jeden Geschmack etwas. Wir hatten so eine tolle Unterkunft, mit preiswertem Einzelhäuschen, Terrasse, Swimming Pool und vor allem: freier Aussicht auf den Vulkan Agun. Vorteil natürlich, wenn man sich so eine Basisstation auswählt, ist, dass man den Berg in jeder Situation im Blick hat. Sonnenaufgang oder -untergang, mit oder ohne Wolken, volles Tageslicht, was das fotografierende Herz eben begehrt. Die Landschaft wäre auch ohne den Vulkan ein Augenschmaus, mit kleinen Hügeln, Reisterrassen und waldigen Abschnitten.

Die Ostküste Balis liegt in erreichbarer Entfernung, kein Problem für Ausflüge, wenn man den Weg erst einmal kennt.

Wir steuerten die Region um Seraya Barat an. Zum einen wegen des Wasserpalastes, zum anderen wegen der gerühmten Strände, die hier besonders schön sein sollten.

Vor dem Vergnügen steht die Arbeit, in diesem Fall die Besichtigung des Taman Ujung, des Wasserpalastes. Errichtet auf Wunsch eines Rajas, der genügend Ressourcen und eine großartige Vision hatte, wie so ein Refugium gestaltet werden sollte. Heute ist die Palastanlage frei zugänglich, gegen das übliche Eintrittsgeld und natürlich, weil es nicht um Sakrales geht, ohne den obligatorischen Sarong.

Der Palast selbst ist, was die Ausmaße angeht, eher übersichtlich, fast sogar bescheiden zu nennen. Dafür ist der Park mit den künstlich angelegten Becken eine Pracht. Alle Dimensionen haben die Architekten genutzt, über Treppen lässt sich ein kleiner Hügel erklimmen, der eine grandiose Aussicht bis zum Meer erlaubt. Der Park lädt zum Rasten und Erholen ein und wird genau in diesem Sinne auch von den Einheimischen genutzt.

Nach der Arbeit, die eine sehr angenehme war, gönnten wir uns das Vergnügen eines Strandbesuches. Der White Sand oder auch Virgin Beach liegt recht nahe und lässt sich im Prinzip mit dem Auto oder Roller bequem erreichen. Von einem Parkplatz oberhalb des Strandes waren es dann noch rund 300 Meter zu Fuß. Wer will, kann sich übrigens per Moped fahren lassen, gegen einen schlappen Betrag in Höhe von umgerechnet 70 Cent.

White Sand Beach ist der Traumstrand schlechthin. Kristallblaues und türkisfarbiges Wasser, schneeweißer Sand, ein wild gestaltetes Riff zur linken Seite, viel und üppige Vegetation. Die übersichtliche Anzahl von Besuchern findet die nötige Infrastruktur von Strandliegen, Sonnenschirmen und kleinen Imbissständen, die es braucht, um sich hier rundum wohl zu fühlen.

Ein Ausflug der sich lohnt, auch wenn man nicht aus Sidemen kommt. Wie schon erwähnt, die Wegstrecken sind erträglich und immer wunderschön anzuschauen.

Bevor wir das Kapitel Sidemen schließen, noch ein ganz besonderes Lob an unsere Unterkunft. Traumhafte Lage inmitten von Reisfeldern mit wunderschönem Blick auf den Vulkan, supernetter Service; die Betreiber backen sogar selbst und das Brot, das morgens zum Frühstück serviert wird, ist der Renner!

Was wir auf der Fahrt hierher alles erlebten, könnt Ihr hier nachlesen.

Unser Tipp für Sidemen: Wir haben im Giri Cadik übernachtet!