Palolem

Mehr oder weniger durch Zufall sind wir nach Palolem gekommen, eine von vielen Buchten an den Stränden Goa’s, die sich wie Perlen an der Küste des Arabischen Meers aufreihen. Gesucht hatten wir einen Ort, der vom Techno-Party-Rummel verschont geblieben ist, ohne Großhotels auskommt, trotzdem aber über eine Infrastruktur verfügt, die einem das rechte Urlaubsgefühl vermitteln kann. Palolem ist so ein Ort, danke für den Tipp, Andreas, danke Heiko!

Die Bucht liegt gute 35 km entfernt von Margao, wo man entweder mit dem Zug, oder dem Bus ankommt. Die knappe Stunde Fahrt nach Palolem ist erschwinglich und führt durch schöne Landschaften, die zum Träumen anregen. Unterkünfte hat Palolem wie Sand am Meer. Entweder direkt am Strand, zwischen Kokospalmen, Restaurants und Kiosken, oder in der zweiten Reihe, in klassischen kleinen Hotels und Guesthouses. Das Preisgefüge reicht von 500 Rupien bis zu ‚mehreren tausend Rupien, für Luxusstrandhütten. Jeder findet hier garantiert das für ihn Passende.

Palolem – Leben am Strand

Zentrum aller Aktivitäten und Nichtaktivitäten ist der Strand. Mal breit, wenn Ebbe ist, mal schmaler, wenn es flutet. 2 km Sandstrand, fein und sauber und sogar mit Rettungsschwimmern besetzt. Natürlich liegen hier auch die Boote der Fischer, farbenprächtige Kähne, die mit Muskelkraft über eingefettete Balken ins Meer geschoben und wieder herausgezogen werden. Diese Boote werden auch für Erkundungsfahrten von Gästen genutzt, etwa um morgens Delfine zu beobachten, oder zu der einen oder anderen Insel zu fahren. Der Seegang ist auch für schwache Mägen zu verkraften, da die Wellen in der Bucht zwar beim Auslaufen jede Menge Gischt erzeugen, aber nicht wirklich schlimm sind.

Ab Spätnachmittag wird der Strand zur Promenade, wo jeder sich einzufinden scheint. Familien mit Kindern, ebenso wie die knorrigen Einzelgänger, Jogaasketen, Fußballspieler, Frisbee-Werfer oder einfach nur lockere Spaziergänger. Dazwischen tollen die Strandhunde und manchmal auch Kühe, die sich in ihrer Neugier hierher verlaufen haben. Traditionell endet die Abendpromenade dann in einem der Restaurants, um bei einem schönen Essen, kühlen Bier oder einem Wein den Sonnenuntergang zu genießen.

Strandleben

Wer nach Palolem reist, braucht eigentlich nur eine kleine Tasche mit dem Nötigsten. Alles was man braucht, lässt Unser Obst-Standsich nämlich problemlos kaufen in den kleinen Läden am zentralen Markt. Anders, als etwa in Rajasthan, wurden wir hier nicht so drängend zum Kauf aufgefordert, das Schlendern ist also erträglich. Kleiner Tipp: unbedingt an den auf den ersten Blick unscheinbaren Obstständen anhalten und sich auf die angebotenen Früchte einlassen. Bei all dem exotischen Angebot wundert es, dass dieses Obst es nicht geschafft hat, in Marmeladenfabriken verarbeitet zu werden.

Übrigens, Palolem verfügt über eine German Bakery! Für jeden, der des indischen Frühstücks überdrüssig sein sollte, ein Muss.

Gefallen hat es uns in Palolem und wenn man dem Ort eines wünschen kann, dann sicher eines, nämlich dass es dort bleibt, wie es bisher ist.

Was uns unterwegs auffiel und wie wir hierher kamen.

Unser Tipp für Palolem: Wir haben im Palolem Delights übernachtet!