Provence

Selbst wer noch nicht dort war, wird mit der Region „Provence“ etwas verbinden können und sei es nur das besondere Aroma der provenzalischen Kräuter, die in kaum einer Küche fehlen, die sich mit der Zubereitung von leckeren, mediterranen Mahlzeiten beschäftigt. Vielleicht fallen einem auch die Bilder blühender Lavendelfelder ein. Richtig, das duftende Säckchen mit den lila Blüten, das Oma schon im Schrank hatte, stammt – damals wie heute – meistens aus Südfrankreich.

Anders als bei uns, wo das miese Wetter ein Dauerthema ist, brauchen sich die Menschen der Provence nicht unentwegt mit dem Klima zu beschäftigen. Ihnen reicht eigentlich ein Satz: Im Sommer ist es in der Provence zuverlässig warm und sonnig und in den Jahreszeiten davor und danach, tendenziell gut auszuhalten. Sicher, Abweichungen sind nie ganz ausgeschlossen, aber die Natur ist eben kein mechanisches Uhrwerk.

Geografisch liegt diese Region im Südosten Frankreichs zwischen dem Mittelmeer und Italien. Die Landschaft ist abwechslungsreich und umfasst Teile der Alpen, Weinberge, die Camargue, Wälder, Felder und Gärten, wo Gemüse, Obst und Oliven kultiviert werden und vieles mehr, was Herz und Gaumen erfreut. Um das Glück der Menschen voll zu machen, versenden die Erzeuger ihre Produkte nicht nur in den Rest der Welt, sondern beschicken auch die örtlichen Märkte. Was will man mehr.

Seit vorgeschichtlichen Zeiten siedeln Menschen in der Provence und in der Antike prägte die Nähe zu Rom, dem antiken wie dem christlichen, seine Geschichte. Gewachsen ist ein beeindruckender Mix aus Denkmälern, prächtigen Städten und gemütlichen Dörfern inmitten von Kulturlandschaften sowie Traditionen, die wir immer noch als menschenfreundlich im besten Sinne des Wortes erleben.

Eine perfekte Gegend, sich niederzulassen; das sagten sich nicht nur viele berühmte Künstler, die für die Leichtigkeit des Daseins immer ein besonderes Faible haben, sondern bald auch die Reichen und Wohlhabenden. Ganze Ortschaften wurden aufgekauft und viel Geld ist in die Renovierung der typischen Häuser und Anwesen gesteckt worden. Das sieht bestechend schön aus, führt aber auch zu einer strukturellen Umwidmung der Regionen, die nach so einer Gentrifizierung so manches Mal nur noch für den Ferienbetrieb brauchbar sind. Die restliche Zeit, außerhalb der Saison, herrscht Dornröschenschlaf, Menschen sind kaum zu sehen und Geschäfte sind mangels Kundschaft geschlossen. In den Urlaubsmonaten dagegen boomt es, dann reiht sich Stoßstange an Stoßstange und wer es darauf anlegt, könnte gut über die Autodächer von Luxuskarossen sein Ziel per pedes erreichen.

Wir nutzen die Zeit, bevor der Touristenstrom heranrollt, die Provence näher kennenzulernen und wählen uns dafür schwerpunktmäßig Gebiete aus, wo wir unsere Interessen, also Wandern, Besichtigungen, Teilhaben am Alltag auf unsere spezielle Weise verwirklichen können.

Wie wir das Land erleben, beschreiben wir hier:

Vaucluse, Luberon, Avignon und Pont du Gard, Bouches-du-Rhône

2 Gedanken zu „Provence

  1. …also doch noch in die Gefilde meiner Leidenschaft, was neben Italien auch die Provence mit ihrem Lavendelduft ist.
    Zu empfehlen ist der Hausberg von Aix (M.Sainte-Victoire), dessen Erklimmung mich doch ganz schön ins Schwitzen gebracht hat.
    Man schaut von oben auf das Schloss Picassos, wo der Künstler im Garten 1973 beerdigt ist (Château de Vauvenargues).
    Viele Grüße
    Th.Roth

    • Lieber Thomas Roth,

      so fix hatten wir noch gar nicht mit Besuch gerechnet, wir grübeln ja immer noch über die passenden Bilder zum Text, was schwer genug ist, bei dieser Fülle von die Sinne überwältigenden Eindrücken. Danke für den Tipp.

      Gruss zurück
      Christiane und Aras

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