Amed

Wenn man vor hat, möglichst viele Aspekte der Insel zu erleben, gehört natürlich auch die Ostküste dazu. Der Osten wird ja dominiert durch die großen Vulkane, aber – wie das bei Inseln so ist – gibt es auch Küste, sogar in einer für Touristen domestizierten Form, also Strand. Um beides, Berge und Strand zusammen zu erleben, hatten wir uns den Ort Amed ausgesucht.

Amed hat noch Dorfcharakter; das Fischen ist den Menschen noch Lebenserwerb, weite Teile des Strandes sind von den Fischerbooten besetzt. Zur Straßenseite das gewohnte Bild aus Pensionen, kleinen Läden, Anbietern von Tauchkursen, was das Besucherherz eben begehrt. Der Wandel zum Touristenort hat bereits eingesetzt, ist aber noch zu ertragen. Die Menschen reagieren noch herzlich und freundlich, Kommerz ist zwar üblich, wie überall auf Bali, aber nicht das Hauptmoment.

Der Strandabschnitt im Südwesten, bietet eine kleine Überraschung. Dort gibt es in Strandnähe noch Korallenbänke und eine intakte Unterwasserwelt. Ohne dafür ein Boot mieten zu müssen, kann jeder, der in der Lage ist, sich eine Taucherbrille vors Gesicht zu schnallen und das Mundstück eines Schnorchels zwischen die Zähne zu nehmen, sich hier durch die Wasserwelt treiben lassen. Und die verdiente Pause macht man unterm Sonnenschirm auf einer Liege. Das alles kostet nicht viel, Getränke und Erfrischungen sind auch für Budgetbewusste immer drin.

Je nach Lage der Unterkunft hat man außerdem das Vergnügen, den Berg Agung zu sehen, in allen Facetten.

Recht nahe an Amed liegt ein höchst besuchenswerter Ort, Tirtagangga, eine weltliche Anlage, die ohne Sarong betreten werden darf, wenn man seinen Obulus am Ticketschalter entrichtet hat. Die Anlage ist von einem dieser Rajas erbaut worden, der seinen Spaß am Wasser hatte und dafür eine fantasievolle Ansammlung von Becken, künstlichen Teichen und Kanälen bekam.

Die meisten Becken sind so gut befüllt mit Koi Karpfen, dass es eine Lust sein müsste, dort den Hecht zu spielen. Eine gartenarchitektonische Besonderheit ist, dass die Besucher über Platten, die in die Becken eingelassen sind, quasi trockenen Fusses übers Wasser lustwandeln können. Eine fast surreale Tour, da der gesamte Gartenbereich mit grotesken Dämonenfiguren dekoriert ist.

Übrigens, da so viel Wasser und hohe Lufttemperaturen durchaus Lust machen, in so einen Pool hineinzuspringen, könnte man sich auch das erlauben. Einige spezielle Becken sind zum Baden frei gegeben. Ob dafür die landesübliche Badekleidung Vorschrift ist – immer züchtig verhüllt über Bikini oder Badehose – konnten wir nicht herausfinden.

Spaß macht so ein Besuch aber auf alle Fälle, wenn man gerade mal in Amed weilt.

Wie es für uns weiter ging, lest ihr hier.

Unser Tipp für Amed: Das Pondok Aldi Guesthouse

Denpasar / Tanah Lot, Ubud, Pemuteran, Sidemen, Sightseeing Bali, Kuta,

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