Yukatan

Auf der Halbinsel Yukatan

Eingestimmt durch einschlägige Literatur, aber ohne praktische Reiseerfahrungen in Lateinamerika, steuern wir zum Beginn unserer Mexiko-Reise Yukatan an, die Halbinsel zwischen dem dem Golf von Mexiko und dem Karibischen Meer. Politisch gehört der größte Teil Yukatans zu Mexiko. Der Süden liegt bereits in Guatemala und Belize, vielleicht einmal Ziele für die Zukunft. Jetzt, das graue, regnerische und ungemütliche Norddeutschland hinter uns lassend, versprechen wir uns tropische Hitze, viel Sonne, reichlich Kultur, fröhliche Menschen und interessante Eindrücke. Einige unserer Erwartungen werden im Laufe dieser Reise übertroffen, andere befriedigt und manches hinterlässt mehr Fragen als Antworten.

Wir beginnen die ersten Wochen mit einem Roadtrip im Mietwagen, den wir in Cancun abholen und dort wieder zurückgeben. Reisende nach Mexiko bekommen übrigens von den üblichen amtlichen Warnern einen Sack voller Vorsichtsmaßnahmen auf den Weg. Gefährlich sei es und Achtung, das Risiko beraubt und betrogen zu werden, wäre groß! Ehrlich gesagt, das einzige Mal, dass wir uns in Yukatan so richtig abgezogen fühlen, ist im Büro des Autovermieters. Nachlesbar in unserem Blogbeitrag „mexikanisches Tagebuch Teil 1“.

Die Maya-Kultur

Ansonsten zieht uns die Halbinsel sofort in ihren Bann. Sich den optischen und akustischen Reizen des südlichen Mexikos zu entziehen, gelingt sicher keinem Besucher. All das will erst einmal sortiert werden. Da ist zum einen die indigene Maya-Kultur, die Yukatan unzählige archäologische Sehenswürdigkeiten beschert hat. Keine Frage, von denen wollen wir wenigstens die bekanntesten erleben und wenn es geht, noch ein paar mehr. Viele der Tempelanlagen haben übrigens eine Gemeinsamkeit, die wir erst schlucken müssen: recht ambitionierte Eintrittspreise auf Spitzenniveau. Okay, sagen wir uns, dafür erhalten wir auch Zugang zu musealen Objekten allererster Klasse. Trotzdem gibt es auch hier Nuancen, die man kennen sollte. Unsere Besuche der Maya-Kultstätten mit Tipps für die Besichtigungen beschreiben wir hier, natürlich reich bebildert.

Die Städte

Die Maya-Vergangenheit ragt recht vital in die Gegenwart Yukatans. Das haben wir so nicht erwartet und sind überrascht, dass eine Kultur, die wir eigentlich ausradiert glaubten, sich trotz der Konquistation doch über Jahrhunderte behaupten konnte. Maya-Kultur treffen wir in den Städten Yukatans, in der Architektur, der knallbunten und dekorativen Volkskunst und den Denkmal gewordenen Erinnerungen an blutige Auseinandersetzungen, die bis ins 20. Jahrhundert andauerten.

Und natürlich in den Menschenlandschaften. Das alles ist ein soziologischer Cocktail aus vorkolonialen und kolonialen Einflüssen: Indigen, spanisch und mestizisch, alles sehr typisch für diese Region. Welche Städte wir besuchen und wie wir sie erleben, beschreiben wir hier. Überraschend ist vielleicht, welche Stadt wir am Ende zu unserem Lieblingsort auf Yukatan wählen.

Die Cenoten

Yukatan bietet uns neben Sonne, Kultur und seiner eigenen Speisekarte auch jede Menge Natur, die wir natürlich mit in unsere Reiseplanung einbeziehen. Tatsächlich treffen wir hier auf Sehenswürdigkeiten, die für uns nicht alltäglich sind; zum Beispiel eine Tierwelt, die wir zuhause eher im Zoo sehen.

Oder ein einzigartiges geologisches Phänomen: Cenoten. Sicher, unterirdische Höhlen gibt es auf der ganzen Welt. Sogar mit Wasser gefüllte. Aber Taglöcher in Höhlendecken sind schon etwas ganz besonderes. Bedeutsam nicht nur für uns, sondern bereits zu Zeiten der Maya-Hochkultur. Wie wir die Cenoten erleben, ist in einem besonderen Bericht zusammengefasst, den Ihr hier findet.

Yukatan präsentiert sich als Region, der ungefilterten Fülle von Eindrücken. Aber wir sind in Mexiko und das bedeutet immer auch Teil des „mexican way of life“ zu sein. Mit anderen Worten: Entschleunigung zu erfahren und Entspannung mit Siestas ohne Grenzen.

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