Liebster Award

Wir haben den Award – und so gehts weiter:

Der „Kelch“ ist bei uns angekommen. Gewidmet von der ReiseEule. Gedankt sei ihr und nun lassen wir den Ball weiter rollen ….

Bevor wir selbst vom Preisträger zum Paten werden, möchten wir, nach den Regeln des Awards, unsere Fragen zu beantworten.

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Hier die Antworten auf die 11 Fragen, die uns über den Zaun geworfen wurden:

1. Wieviel Zeit steckst du pro Tag/pro Woche in deinen Blog?

Wir managen uns optimal und sind als strikte Tayloristen unter den Bloggern höchst produktiv. Würde jemand unseren Einsatz als Arbeit honorieren, könnten wir fürstlich leben. Unterwegs widmen wir die Abende der Blogarbeit, das gibt uns Gelegenheit zur Reflektion. Zuhause bessern wir im Blog nach, das schärft die kognitiven Fähigkeiten. Grob geschätzt, verschlingt uns der Blog wöchentlich mit rund 15 Stunden.

2. Welche regionale Spezialität sollte man probieren?

Wir plädieren für den Eishai. Zum ersten, weil er als Lebensmittel nie eine globale Bedeutung haben wird und damit die Kriterien der Frage voll erfüllt. Zum zweiten, weil Eishai sich geschmacklich am besten entfaltet, wird er im Nachgang mit Brennivin begossen, einem Schnaps der auch als „Schwarzer Tod“ bekannt ist. Damit ist Eishai ein lukullischer Imperativ. Außerdem ist Island in.

3. Grönland oder Kirgisistan?

Da wir ambitioniert genug sind, alles Sehenswerte einmal besucht zu haben, ist die Frage nicht, ob Grönland oder Kirgisien. Es geht vielmehr um die Reihenfolge. Immer wenn wir uns nicht spontan entscheiden können, fragen wir das Orakel. Einen treuen Groschen, der uns noch nie enttäuscht hat: Zahl steht für Grönland, Wappen für Kirgisien Wir unterbrechen jetzt und werfen den Groschen ……… Mist, er steht auf der Kante! 

4. Samstag ist der schönste Tag, weil….

…. zwei Tage später wieder Montag ist. Aus Sicht eines Travellers der international unterwegs ist, stören Tage wie Samstag und Sonntag. Sie reduzieren vielerorts den Erlebnisfaktor. Geschlossene Ladenlokale mögen für die Betreiber gerade noch vertretbar sein, aber für uns bedeutet das Verlust an Einkaufsmöglichkeiten. Was gibt es schlimmeres, als vor einem Laden zu stehen, in dem Kekse, Nüsse und Klopapier erhältlich sind – und nicht rein zu können, weil die Tür verrammelt ist. Montags passiert uns das nie.

5. Wem würdest du blind dein Leben anvertrauen?

Wir vertrauen uns gegenseitig. Ohne Abstriche, blind und auch sehenden Auges. Anders können zwei Menschen nicht miteinander unterwegs sein oder zusammen leben. Wir haben bereits lebensbedrohende Erlebnisse hinter uns und das gegenseitige bedingungslose Vertrauen hat sich bewährt. Erst recht gilt das für den Alltag, dessen Risiken gerne unterschätzt werden. Wenn es richtig ist, dass die meisten Leute im Bett sterben, muss das blinde Vertrauen schon dort ansetzen.

6. Welche drei Lieder gehören zum Soundtrack deines Lebens?

„Hänschen klein, ging allein …“ belegt den 3. Platz, obwohl der Song zu den ersten gehört, die uns tief berührten (nicht die Metaltrash- sondern die Unplugged-Version). “ On the road again“ von Canned Heat, da schwingt unser gesamter Organismus in den Refrain ein, belegt Platz 2.
And the winner is „The inner light“. Weil es dort kryptisch heißt …. the farther one travels, the less one knows…… Ehrlich, wir haben keinen Schimmer, was damit gesagt werden soll, aber es klingt gut.

7. Das Leben ist….

…… der Zustand zwischen Geburt und Tod, der uns ermöglicht, niemals aufzuhören, nach Glück zu streben. Im Umkehrschluss ist Leben weder ein Jammertal noch Vorbereitung für eine Existenz außerhalb unseres irdischen Seins. Und schon gar kein Anlass, sich immer dort aufzuhalten, wo man geboren wurde (wir veröffentlichen schließlich in einem Reiseblog).

8. Du hast die Wahl zwischen drei Gutscheinen über 500 Euro, welchen wählst du? Den Buch-, den Reise- oder den Massage-gutschein?

Bücher kaufen wir anlassbezogen und zwar soviel, wie wir lesend bewältigen können. Literarisch leben wir im Jetzt, verzichten auf Vorratshaltung. Was Massagen angeht, gibt es kleine Hindernisse: Kitzligkeit und das Unvermögen, Berührungen der Fußsohlen zu ertragen. Das ist zwar bei uns beiden unterschiedlich ausgeprägt, würde aber eine gerechte Aufteilung des Gutscheins faktisch unmöglich machen. Also her mit dem Reisegutschein.

9. Wie haben deine Freunde / Familie darauf reagiert, dass du bloggst?

Die Nachricht breitete sich blitzschnell aus. Freunde, ja sogar entfernte Familienmitglieder organisierten spontan überregionale Treffen, lagen sich stundenlang tränenüberströmt in den Armen und brachten im Chor das Hohelied, auf uns und das Internet aus. Testamente wurden umformuliert, Vermächtnisse ausgesprochen, mit einem mal wollte jeder unser Sponsor sein. Die Dynamik des ideellen Zuspruchs und das gigantische Anschwellen des Guthabens auf dem Spendenkonto, das für uns eingerichtet worden war, überraschten uns….

So hätte es ablaufen können. Dass unser Bloggen stattdessen nur eine seismografische Welle auslöste, die noch unterhalb der eines umfallenden Sacks Reis in China liegt, kommt der Realität näher. Wir schreiben, also sind wir. Aber wir waren auch schon vorher und deswegen brauchen wir heute immer noch keine Vorkehrungen gegen kultische Verehrung zu treffen. Das wird so bleiben, bis wir die 1. Million Likes auf Facebook eingefahren haben und wöchentlich 1,5 Mio. Besucher im Blog aufschlagen.

10. Bist du eher der romantische oder der pragmatische Typ?

Da wir zwei Typen sind, vereinigen wir mit Bravour Romantik und Realismus, Pragmatismus sowie die Tendenz zum Festhalten an bewährten Dogmen. Wie anders könnten wir dem narrativen Imperativ des Bloggens gerecht werden. Wenn zwei unterschiedliche Typen ihre Fertigkeiten in ein gemeinsames Projekt einbringen, dann hat das alle Chancen dieser Welt, ein Erfolgsmodell zu werden. 

11. Auf welche Erfindung wartet die Welt noch dringend?

  • Philosphisch: Auf den Beweis, dass es so etwas wie göttliche oder höhere Wesen gibt. Solange der nicht vorliegt, bestaunen wir Tempel auf unseren Reisen nur als Meisterwerke von Architekten.
  • Kulturell: Eine Politik, die begreift, dass globaler Frieden mehr einbringt als immerwährender Bellizismus.
  • Technisch: Komfortable Fortbewegungsmaschinen, die ausschließlich mit den Endprodukten menschlicher Verdauung betrieben, ein bequemes, quasi kostenfreies Reisen an jeden Punkt der Erde erlauben. Gegessen wird immer und was spräche dagegen, unseren Stoffwechsel in den Kreislauf der alternativen Energien zu integrieren.

es geht natürlich weiter,  W.E.G. nominiert 

 

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