Griechenland

Kennst Du das Land, wo die Zitronat-Zitronen blühen, wo feinste Oliven, Riesenkapern und Anisschnaps aus einem guten, einen exzellenten Tag machen und wo die Leute, wenn sie den Blues haben, Tsifteteli tanzen? Klar, Kenner wissen, dass von Griechenland die Rede ist und werden sich hoffentlich gerne durch unsere Berichte anregen lassen, den einen oder anderen Ort zu besuchen, den wir beschreiben. Und wer noch kein Kenner ist, so wie wir, bevor wir uns ins Land der Hellenen aufmachten, wird sich vielleicht inspirieren lassen, die schönsten Wochen im Jahr, seinen Urlaub nämlich, einmal dort zu verbringen. Es lohnt sich.

Wenn der Verfasser dieses Textes an seine allererste Begegnung mit Griechenland denkt, erinnert er sich an die Zeit, als nach dem Lehrplan die Zeit reif war, seiner Generation das Altertum näherzubringen. Mit einem Mal wartete der Unterricht mit Fakten und Mythen auf, galt es Jahreszahlen zu lernen, wo Namen und Ereignisse abgefragt und wir Schüler mit großen Themen konfrontiert wurden, die uns nie wieder verlassen sollten. Sparta, der attische Bund, Athen und Troya, Homer, die klassischen Tragödien, ja sogar die Wiege der Demokratie. Natürlich ging es auch um Philosophen, von denen einer gar die alles verzeihende Exkulpationsformel „ich weiß, dass ich nichts weiß“ liefert, die dennoch keinen Lehrer überzeugte, wenn man wieder mal die richtige Antwort nicht parat hatte.

Griechenland, das war später mediterrane Sommerfreude, in einer Ära, wo Reisen in den Süden erschwinglicher wurden, besungen von den Influenzern jener Zeit, die uns vom Mädchen in Piräus, den weißen Rosen Athens und dem griechischen Wein erzählten und natürlich hatte fast jeder schon von Alexis Sorbas gehört, der den Sirtaki tanzen konnte, wie kein anderer.

Es heißt, die Hippies entdeckten zuerst das chillige Inselleben, aber ein paar Strände weiter entstand nicht weniger als der Massentourismus. Woran es lag, dass Griechenland irgendwann nicht mehr so en vogue war, mag eine Reihe von Gründen haben, die wir in unserem Reiseblog ausblenden, weil sie überstanden sind, die Zeiten zwischen Junta und unseligen Krisenjahren, die alles lähmten.

Wir waren vor wenigen Wochen dort und haben ein Volk kennengelernt, das sich nicht unterkriegen lässt. Menschen, die uns gastfreundlich empfingen, auch mal fünf gerade sein lassen und eine Lebensfreude ausstrahlen, die epidemisch ansteckend ist, lässt man sich darauf ein.

Sicher, Dienst ist Dienst und Ouzo ist Ouzu, es geht bei touristischen Begegnungen immer auch ums Geschäft. Die eine Seite will möglichst viel einnehmen, die andere so wenig als möglich ausgeben. Aber das regelt sich in Griechenland auf entspannte Weise im lässigen Konsens. Wir haben mit dem Land sogar eine Alternative gefunden zu anderen Regionen des Mittelmeers, die wir gerade weniger gut bereisen können.

Der Einstieg, startend in Athen, das wir erstmals entdeckten, war auch ein Aufräumen mit Vorurteilen, die wir natürlich wie jeder Mensch mitbrachten. Uns hat die Stadt immensen Spaß gemacht und war dazu der fulminante Auftakt einer Entdeckungsreise, die uns auf die beiden Kykladeninseln Naxos und Tinos führte.

Neugierig geworden? Dann lest bitte selbst. Am besten vielleicht bei einem guten Getränk und wehmütiger Rembetikomusik. Kalimera.

Anreise von Hamburg,Athen, Naxos, Tinos,

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