Khopra Danda Trek

oder auch Annapurna-Dhaulagiri-Community-Trek

Profil:
  • Teahouse Trekking
  • Schmale Wege, keine technischen Schwierigkeiten, etwas Trittsicherheit erforderlich
  • beste Zeit: Februar – Mai und Oktober – November
  • max. Höhe: Khopra Danda 3.660 m / Khayar Lake 4.600 m

Einige der Touren haben wir in Abstimmung mit dem Guide besonders unseren Wünschen angepasst, dabei die aktuelle Wetterlage berücksichtigt, unsere körperliche Verfassung und natürlich auch unsere Neugier auf spezielle Eindrücke. Letzteres, weil eben der Himalaya je nachdem wie man sich ihm nähert, ganz unterschiedliche Erfahrungen verspricht.

Dieses Mal suchten wir eine Tour, die uns wieder an Teahouses vorbeiführen sollte, nicht über ausgetretene Gebirgsstraßen, sondern über schmale Wege, die aber keine technischen Schwierigkeiten enthalten sollten. Dass, egal wo man sich im Gebirge bewegt, generell eine gewisse Trittsicherheit erforderlich ist, zählt zum Standard. Die beste Zeit für Trekking in dieser Region ist entweder von Februar bis April, oder von Oktober bis November. Das Profil der Tour beinhaltet neben dem für Nepal üblichen Auf und Ab eine maximale Höhe für den Khopra Danda von 3.660 m sowie für den Khayar Lake von 4.600 m.

Startend von Pokhara fuhren wir per Auto zum Startpunkt in Nayapul. Diese wunderschöne Tour führte uns, ganz wie wir es uns gewünscht hatten, weit abseits der stark frequentierten Pfade im Annapurna-Gebiet, durch eine erst seit kurzem erschlossene Wanderregion. Tatsächlich war diese Route, obwohl sie ganz in der Nähe von Nepals meist besuchter Gegend liegt, noch kaum bekannt, mit dem Ergebnis, dass wir nahezu über die gesamte Zeit nur auf sehr wenig andere Wanderer trafen. Wer keine Lust hat, während der Wanderung wie im Gänsemarsch hinter anderen Gruppen zu laufen, ständig Entgegenkommenden ausweichen zu müssen oder „Verfolger“ hinter sich zu spüren, ist hier goldrichtig.

Die Strecke führte durch von Gurung und Magar bewohnte Dörfer, terrassenförmig angelegte Felder, üppige Wälder und sanfte grüne Hügel und nicht selten vorbei an knorrigen, alten Hanfpflanzen, die auszurotten man hier schlichtweg vergessen hatte. Es ist kein Geheimnis, der früher ganz legale Anbau von Cannabis wurde in Nepal schon vor einigen Jahrzehnten unter Strafe gestellt und die Hanffelder dem Boden gleichgemacht. Überall? Nun, in den kleinen, abseits gelegenen Dörfern scheint der lange Arm der Aufsichtsbehörden nie ganz angekommen zu sein und daran wird sich auf absehbare Zeit kaum etwas ändern.

Unser Aufstieg zum Khopra Danda, dem höchsten Punkt des Treks, war nicht ganz so sonnig wie erhofft. Klar, die Berge können launisch sein und innerhalb kürzester Zeit finden Wetterumschwünge statt. Gut gerüstet, gegen Kälte und Regen, erreichten wir durch tiefhängende Wolken wandernd den Gipfel und fanden ein frisch errichtetes Teahouse, das alles bot, was ermattete Wanderer erwarten: Eine gut beheizte Stube mit Bollerofen, Koch und Küche und damit einen dampfenden tibetischen Eintopf, sowie saubere und gemütliche Schlafkammern.

Der nächste Morgen war fast ein Erleuchtungserlebnis. Die bis dahin geschlossene Wolkendecke riss unvermittelt auf und verschaffte uns spektakuläre Aussichten auf das Dhaulagiri- und Annapurna-Massiv.

Da das Wetter sich weiter zu verschlechtern schien, verzichteten wir auf den Ausflug zu einem der heiligsten Seen in Nepal, dem Khayar Lake. Aufgrund der Höhe des Sees wäre diese Tour sehr anstrengend gewesen und, wie uns der Guide versicherte, nur bei schönem Wetter ratsam. Diese Flexibilität muss man sich bewahren; sturer Dogmatismus hat bei Bergtouren nichts zu suchen. Wir hatten ja schon andere Trekker erzählen gehört, wie schnell sich Risiken quasi aus dem Nichts entwickeln können, die nicht immer gut ausgehen.

Die eher unwägbaren, steileren Höhen vermeidend, schlugen wir dafür noch einen weiten Bogen über Dörfer und Stationen in ausgesprochen schöner, natürlicher Lage, um dann zu unserem Abholpunkt zu wandern, von wo aus wir das letzte Stück nach Pokhara mit dem Wagen zurücklegten. Selbstredend, um dort wieder eine erholsame Auszeit im Pokhara-Style zu geniessen.

Trekking-Tour:

Tag 1
Fahrt per Taxi von Pokhara – Nayapul (1.070 m) – ca. 1 h
Nayapul – Ghandruk (2.040 m) – 4 h
Tag 2
Ghandruk – Tadapani (2.600 m) – 4 h
Tag 3
Tadapani – Bayeli l(3.450 m) – 5 h
Tag 4
Bayeli – Khopra Danda (3.660 m) – 5 h
Tag 5 (optional, nur bei gutem Wetter möglich)
Tagesausflug von Khopra Danda zum Khayar Lake (4.600 m) und zurück – 7 h
Tag 6
Khopra Danda – Swanta (2.200 m) – 6 h
Tag 7
Swanta – Ghorepani (2.750 m) – 2 h
Tag 8
Ghorepani – Poon Hill (3.210 m) – Hille (1.500 m) – 7 h
Tag 9
Hille – Nayapul (1.070 m) – 3 h
Fahrt per Taxi Nayapul – Pokhara – 1 h