Vietnam

Reisetipps Vietnam

Irgendwie sind wir auch Sammler und zwar von Ländern, die man einmal im Leben gesehen haben sollte. Vietnam steht zwar nicht ganz oben auf dieser Liste, aber ein Besuch ist fast obligatorisch. Weil wir damit eines der Mosaiksteinchen bekommen, das uns für Südostasien noch fehlt. Außerdem reisen wir über Land aus China ein, da bietet sich ein Besuch der Heimat Onkel Ho‘s geradezu an.

Vietnam, so wie wir es tun, beginnend vom bergigen Norden in Richtung Süden zu bereisen, ist etwas anderes, als den klassischen Routen zu folgen. Die Reiseführer und -blogs empfehlen ja meist in Ho Chi Minh City oder Hanoi beginnen. Entsprechend erleben wir einiges anders und kommen zu anderen Bewertungen als der Standardreisende. Gleich vorweg, der Norden gefällt uns mehr als die Mitte oder der Süden. Dabei akzeptieren wir sogar, dass dort Baguettes nur so aussehen, als seien sie lecker und der Teig genauso gut zur Dämmung von Häusern dienen könnte.

Es ist vorteilhaft, dass wir vor der Einreise nach Vietnam China gesehen haben

1.000 Jahre chinesische Dominanz haben die Region nachhaltig geprägt. Viele aus feudalen Zeiten stammende, kulturhistorische Sehenswürdigkeiten in Vietnam erklären sich besser, kennt man die chinesischen Einflüsse. Tatsächlich sind es aber die Landschaften, die uns in Vietnam mehr faszinieren als die Hinterlassenschaften an sakralen oder weltlichen Bauwerken. Südostasien besitzt ja eine Reihe von Superlativen, die nicht so einfach zu toppen sind und nicht wenige haben wir schon selbst besucht.

Die Natur ist das Pfund, mit dem Vietnam wuchern und jeden Besucher überzeugen kann:

Malerische, wilde Karstberge in jeder Ausführung. Eingebettet in Gebirge, wie es im Nordosten der Fall ist, wo wir die besten Eindrücke bei Ha Giang erleben. Oder umgeben von Buchten in kristallklarem Meer, wie in der Halong Bucht oder verstreut in bewirtschafteten Kulturlandschaften, wie etwa Ninh Binh. Im Rückblick haben wir damit wohl das Beste gesehen, was Vietnam zu bieten hat.

Das Reisen ist einfach in Vietnam

Verkehrsmittel gibt es ausreichend und günstig und die Infrastruktur ist so gut, dass wir eigentlich jedes Ziel bequem per Zug, per Fähre oder über die Straße erreichen können. Auch übernachten lässt es sich hervorragend; wir finden leicht gute, unseren Bedürfnissen gerechte Unterkünfte. Das Spektrum reicht von einfachen und sauberen Dormitories in Hostels, über Homestays, die eigentlich Pensionen oder kleine Hotels sind, bis zu luxuriösen und entsprechend hochpreisigen Resorts. Vergleicht man so ein Hotelzimmer mit dem, was viele Vietnamesen im Alltag bewohnen müssen, dann sind diese Unterkünfte tatsächlich ein fürstliches Privileg – und das ausgerechnet in einer sozialistischen Republik.

Ob den vielen Reisenden, die hier unterwegs sind, überhaupt bewusst ist, in welcher Lage sich das Land befindet? Es scheint, dass viele nur interessiert sind, Orte aufzutun, wo das Bier am billigsten auf den Tisch kommt und sich am besten Party machen lässt. Auch die Besucher aus den asiatischen Nachbarländern, die sich im Zuge des Massentourismus umherkarren lassen, werden von den ärmlichen Verhältnissen in Vietnam eher wenig berührt sein. Wer wie wir, etwas abseits der Routen selbst seine Reise organisiert, kommt vielleicht eher in die Lücken, die dem organisierten oder dem oberflächlichen Tourismus entgehen. Das bietet Chancen, mehr zu erleben, das Gute ebenso wie das Schlechtere.

Südostasien als Region ist keineswegs homogen,

…. wie es aus der Ferne wirken mag und es macht natürlich einen Unterschied, welches Land man zuerst, als nächstes und als letztes bereist. Vietnam sehen wir im Mittelfeld. Gut und einfach, ja sogar sehr preiswert bereisbar, mit Sehenswürdigkeiten, die anderswo noch ausgeprägter sind, sowie einer wunderbaren Natur. Die wird hoffentlich nicht umkippen und noch lange erhalten bleiben. Oder sogar die Chance bekommt, sich wieder zu erholen, weil bereits Fehler gemacht wurden, die nicht zu übersehen sind.

Vietnam sehen und sterben?

Ganz sicher nicht und wir sind froh, den Verkehr unbeschadet überlebt zu haben. Aber hinreisen, sich seine Lücken suchen und das Beste daraus zu machen, ist immer noch eine Option.

Das haben wir besucht :

Sa Pa ,  Ha Giang Dong Van Plateau , Hanoi, Cat Ba / Halong Bay, Hue, Ninh Binh, Hoi An, Ho Chi Minh City

So waren wir unterwegs:

Vietnam, vom Norden in den Süden

Alternativen in Südostasien

2 thoughts on “Vietnam

  1. Hallo,
    vielen Dank für die wertvollen Hinweise, die wunderschönen Fotos und der Reisebericht ist so detailreich beschrieben, dass man auch von zu Hause mitreisen kann 😉 Da wir auch nach Hoi An reisen würde ich gerne den Bericht lesen aber ich kann ihn nicht finden auch erscheint er nicht wenn ich den link anklicke. Lohnt es sich vom Flughafen vorher einen Transfer zu buchen? Ich mag mich nicht durch alle schreienden Taxifahrer durchkämpfen müssen.Viele Grüße Anne

    • hallo Anne,

      wir arbeiten fieberhaft an der Erstellung der Berichte. Das dauert noch ein wenig, aber wir werden bald veröffentlichen. Du brauchst kein Taxi vorher zu buchen, es ist übersichtlich, wenn Du weisst was Du willst. Eine Möglichkeit wäre natürlich, sich durch das Hotel abholen zu lassen. Das klappt am besten und ist meist auch die günstigste Variante.

      Gruss Christiane und Aras

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