Colorado Provençal

Ein Besuch im Vaucluse wäre nichts ohne eine Wanderung, jedenfalls für uns. Aus den vielen Möglichkeiten, eine passende Strecke zu finden, wählen wir eine Wanderung durch das Colorado Provencal. Es ist auf seine Weise sehr typisch und für den Anfang unserer Wandersaison ein guter Einstieg. Dazu fahren wir Richtung Rustrel. Vom Ort aus ist der Weg zum Startpunkt gut ausgezeichnet. Auf dem Parkplatz zahlen wir 5 €, das sei – versichert uns der Parkwächter – nicht etwa eine Parkgebühr, sondern ein Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft, und händigt uns einen Umgebungsplan aus. Wir wollen zunächst die große Runde erwandern und zum Schluss einen Rundgang durch die Ockerbrüche machen.

Die Strecke ist vom Schwierigkeitsgrad her einfach, sie dauert etwa 2:15 Stunden. Die rund 9 km führen größtenteils über Wander- und Wirtschaftswege, auch durch Wald, höhenmäßig sind insgesamt 320 Meter zu bewältigen.

Vom Parkplatz aus folgen wir dem Weg zur Strecke und wenden uns dann nach links. Wer nur zu den Ockerbrüchen möchte, geht nach rechts. Wir wandern im Uhrzeigersinn erst bergab und dann leicht bergauf, passieren eine Ruine und kommen zunächst zum Cirque des Barriès, von wo aus wir in das Tal hineinschauen können.

Weiter gehts auf einem breiten Weg bis zu einer Asphaltstraße wo wir zuerst links, dann weiter nach rechts wandern, immer mit Blick auf die gelben Markierungen, die diesen Rundweg kennzeichnen. Wir passieren Felder, auf denen Lavendel und Getreide angebaut werden, bis zu einem Wegweiser, der uns den Weg scharf nach rechts weist. dann geht es erst einmal für 30 Minuten abwärts durch einen Wal, bis zur Talsohle, wo wir den Fluss Doa queren, der hier noch gerade mal so breit ist wie ein Bach, hinauf zum Gutshof Istrane, den wir passieren. 

 

Dann sind es noch etwa 15 Minuten zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour. Eigentlich beginnt hier erst der aufregende Teil der Wanderung, der direkt in die Ockerbrüche führt. Der Zugang ist nicht zu verfehlen und es dauert keine 10 Minuten, bis wir in einer abenteuerlichen, faszinierenden Landschaft stehen, die optisch wirkt, als wären wir durch ein Wurmloch mitten in Australien gelandet.

Leuchtende Farben, rot, gelb, ocker in allen Schattierungen an steilen Felswänden und geschwungenen Hügeln, die aussehen wie große Dünen. Ein Platz zum Staunen und für uns die Gelegenheit, ein zünftiges Picknick einzulegen. Wer bleiben möchte, macht es sich bequem und freut sich, hier sein zu dürfen.

Die wichtigsten Angaben zu dieser Tour noch einmal auf einen Blick:
Gesamtdauer netto, ohne Pausen, inkl. Ockerbrüche: 3 Stunden
Höhenunterschied nach oben: 320 Meter
Höhenunterschied nach unten: 320 Meter
Schwierigkeitsgrad: einfach
Erlebnisfaktor: hoch

 

Mehr Wanderrouten gibt es hier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.