Weg von Madurai nach Trivandrum

Unterwegs nach Trivandrum. Aber alle Züge sind ausgefallen, wegen Hochwasser. Da hilft uns ein Hotelangestellter

Wieder einmal stand eine Etappe an, wieder einmal war ein Zugticket von uns selbst gebucht worden, 1. Klasse, Schlafwagen von Madurai nach Trivandrum. Wer Tickets als Reisender selbst buchen kann, ist stolz und selbstverständlich gewillt, die Früchte seines Geschickes zu genießen. So wie ein Koch ja gerne eine neu kreierte Speise verkostet. Da nimmt man auch Nachteile in kauf. In unserem Fall den, dass der Zug früh um 5 Uhr aus Chennai ankommen sollte. Praktisch heißt das, auch wenn das Hotel in Bahnhofsnähe liegt, bereits am Vorabend die Koffer zu packen. Und am Reisetag um 4 Uhr aufzustehen.

Wie gut, dass wir unsere Weiterreise bereits in der Rezeption angekündigt hatten

Kurz vor dem obligatorischen frühen Zubettgehen klingelte das Telefon und wir erfahren, dass unsere Zugfahrt buchstäblich ins Wasser fallen würde. Im Osten Tamil Nadus, wo unser Zug eingesetzt werden sollte, ereignete sich gerade eine kleine Sintflut. Die gesamte Region war offenbar überflutet und damit war auch jeglicher Verkehr zum Erliegen gekommen. Eine Rückfrage am Bahnhof bestätigte, die Information war echt. Nicht etwa eine perfide Idee von Taxifahrern, die sich auf diese Weise neue Kunden sichern wollten.

In der Tat war das die Option, die wir hatten. Weiterfahrt über die Straßen und bei einer geschätzten Dauer von etwa 8 Stunden war uns klar, dass wir dafür nicht auf einen der Gruselbusse ausweichen wollten, sondern mit dem Taxi fahren würden. Wir haben einen Notfallfonds im Budget, der für solche Fälle anzapfbar ist.

Glück im Unglück, wir durften bis 7 Uhr schlafen

Belohnt wurden wir mit einer Tour durch die wunderbaren Landschaften Südindiens, die wir sogar sehen konnten. Aus dem Schlafwagenabteil des Zuges heraus hätten wir die Umgebung nur ausschnitthaft wahrnehmen können, die Fenster, auch in den höheren Wagenklassen ähneln eher Schiessscharten.

Der Wechsel von Tamil Nadu nach Kerala kündigt sich durch ein modifiziertes Bild der Ortschaften an und dadurch, dass die Tuk-Tuks nicht mehr einfarbig gelb sondern wieder in Schwarz-Gelb unterwegs waren. Aber auch Autofahrten strengen an. Der Tür-zu-Tür Service war zwar – was die letzten 10 Kilometer vor Erreichen unseres Ziels angeht – etwas unübersichtlich und nur unter Einsatz der Navigationsfunktion des Ipads zu bewältigen, aber wir waren heil und nicht total durchgeschüttelt angekommen im Homestay unserer Wahl.

Das ist es, was zählte. Ein wenig Ruhe, Entspannung

Und zwar in parkähnlicher Umgebung und die Aussicht, von hier aus, wenn alles planmäßig verlaufen würde, einen Abstecher zum südlichsten Punkt Indiens machen zu können. Für die Chronologie und natürlich, um es zu erleben, in 3 Meere gleichzeitig blicken zu können. Vielleicht sogar in einer Pose wie aus dem Film Titanic: die Szene auf dem Bug des Schiffes … müsste doch nachstellbar sein.

Mehr zu unserem Indien: 

Du weisst, dass Du in India bist … Incredible India ist für alle da,Delhi, Uttar Pradesh, Rajasthan, Maharashtra, Goa, Karnataka, Kerala,Tamil Nadu, Himachal Pradesh, Punjab, Uttarakhand, Odisha (Orissa)Andhra Pradesh,

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