Über Hampi nach Hassan

Unterwegs nach Karnataka, auf der Reise von Goa nach Hampi

Das ist kein böser Grammatikfehler, es heißt tatsächlich nach und nicht zu Hassan. Es handelt sich nicht um eine Person, sondern um eine Ortsangabe und Hassan ist das nächste Ziel. Aber zunächst waren wir nach 8 Stunden erträglicher Zugfahrt in Hampi angekommen. Eigentlich, rein reisetechnisch ein Umweg. Ein großer sogar, der uns einiges Kopfzerbrechen bei der weiteren Koordination von Strecken und Unterkünften bereitet hat. Aber, es lohnt sich, Hampi ist es wert! Warum, dass beschreiben wir ausführlich unter “unser Weg”.

Neue Reisebekanntschaften machen das Unterwegssein unterhaltsam

In Panaji hatten wir Jan und Ingo kennengelernt. Zufällig bekamen wir mit, dass die beiden Bremer das gleiche Ziel hatten und im gleichen Zug reisten. Was lag näher, das alles bei etlichen Bieren, Goa-Schwein und einigen Fenny-Schnäpsen gemeinsam im Viva Panjim zu bekakeln. Einem urgemütlichen, kleinen Restaurant im portugiesischen Stil. Und was natürlich überall gilt: geteilte Taxikosten sind halt preiswerter.

Zufall oder Schicksal, wir erlebten hier in Hampi das Divali (Lichter-)Fest

Dessen Anfänge kannten wir aus Goa. Vorbereitungen zum Divali-Fest in PanajiDas Lichterfest wird mit Lärm, Musik, Feuerwerk, leckeren Speisen, mit Unterbrechung fast aller Alltagstätigkeiten und mancherorts noch weiteren seltsamen Bräuchen begangen. Zum Beispiel mit etwas, was als Fladenmalerei bezeichnet werden kann. Dazu wird der Boden vor einem Haus umfunktioniert in eine mystische Fläche. Sie stellt dann sozusagen die Leinwand des Künstlers dar, die er mit einer Paste aus verflüssigten Kuhfladen grundiert. Auf diesen erst grünlich und im getrockneten Zustand eher senfgelb wirkenden Untergrund malt er dann ein Mandala. Ein kryptisches Muster, das wie alles Seltsame in Indien, eine religiöse Bedeutung hat.

Einige dieser Werke sind sogar dreidimensional

indem  der Künstler nämlich kleine Kothäufchen mit bunten Blumen dekoriert, ins Mandala integriert. Selbstredend latscht man als Fremder nicht durch so ein Kunstwerk. Und zwar aus Pietät, Achtung vor der heiligen Kuh und nicht etwa, weil einem die Unterseite seiner Schuhe danach nicht mehr gefallen würde. Trotzdem, nicht auszudenken, wäre der Hund und nicht das Rind, heiligstes Tier der Hindus…

Übrigens, Hampi besitzt eine German, eine English und eine French Bakery. Leider gab es keine Chance, in einem Feldversuch herauszufinden, welche davon die leckersten Produkte herstellt. Wie schon gesagt Divali. Alles ruht, auch die Bäcker.

Die Tage in Hampi waren locker

Wir trafen unsere neuen Freunde, die Bremer Jan und Ingo wieder und kommen gerne zu dem Resümee, dass die Stimmung des Ortes wohl jeden einfängt. Im positiven natürlich. Der Ort hat ja in den letzten Jahren kritische Zeiten erlebt und ob es hier in Zukunft mit der fröhlichen Gelassenheit so weitergehen wird, steht in den Sternen. Oder in einem Fladen-Mandala.

Wir werden es nicht ändern können, sind froh, genießen diese Eindrücke noch im vollen und genehmigen uns gerne eine Weiterfahrt mit dem Taxi. Das war in diesem Fall die einfachste Möglichkeit, die Reise fortzusetzen. Ab nach Hassan, wo – glaubt man unserem Reiseführer – noch einiges auf uns warten wird, das mindestens das Prädikat “sehenswert” verdient.

Mehr zu unserem Indien: 

Du weisst, dass Du in India bist … Incredible India ist für alle da,Delhi, Uttar Pradesh, Rajasthan, Maharashtra, Goa, Kerala,Tamil Nadu, Himachal Pradesh, Punjab, Uttarakhand, Odisha (Orissa)Andhra Pradesh,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.