Maharashtra hat zwei neue Gäste…

Unterwegs in Maharashtra: Ellora und Ajanta

… uns beide nämlich und keiner hat es bemerkt, außer einem ausgemachten Witzbold aus dem Universum der 330 Millionen Hindugötter, der uns umgehend mit seinen Scherzen bombardierte.

Über Mumbai waren wir mit dem Zug in Aurangabad angekommen. Was immer diese Stadt in ihrer Historie an Größe erlebt haben mag, war uns relativ unwichtig. Aurangbad war ein gewollter Umweg, etwas mühsam zu organisieren zwar, aber unvermeidbar um Ellora und Ajanta besuchen zu können.

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Scherz 1 des witzigen Hindugottes bestand darin, unser beider Diarrhoe um einige Grade zu verstärken

Wer so etwas schon mal erlebt hat wird wissen, dass Medikamente eigentlich nichts nutzen. Was raus will, das soll auch den Körper verlassen können ud dafür eignet sich am besten die Abgeschiedenheit eines sauberen Hotels und Geduld. In aller Regel klingt das Übel dann nach einigen Tagen von alleine an. Die mentalen Alarmsignale: Thyphus! Cholera! gilt es auszusitzen, schliesslich ist der Indienreisende anständig geimpft.

Scherz 2 des unsterblichem Komikers aus dem Hindupantheon muss von langer Hand geplant gewesen sein

Nämlich die Empfehlung eines Reisebüros vor Ort, mit dem wir zuallererst unsere Weiterreise organisieren wollten. Da just in diesen Wochen in Indien alle möglichen Festivitäten abgespult werden, ist es deutlich schwieriger kurzfristig Tickets für Bahn und Bus zu erhalten, jeder reist zur Familie oder gönnt sich einen Kurzurlaub. Selbst wenn nur jeder Fünfte das macht, sind zu solchen Anlässen 200 Millionen Fahrgäste zu befördern, eine wahnsinnige logistische Aufgabe, die aber immer irgendwie bewältigt wird. Das von Lonely Planet empfohlene Reisebüro entpuppte sich als Lachnummer. Geballte fachliche Inkompetenz gepaart mit einem Höchstmass an fehlenden Sprachkenntnissen, da kann nichts Gutes herauskommen.

Irgendwann haben wir trotz durchfallgeplagtem Allgemeinzustand die Buchung selbst in die Hand genommen

Assistiert durch einen Tuk-Tuk-Fahrer, der noch weniger Englisch konnte als der Reisebürohansel, schafften wir es erst zum staatlichem Busbahnhof ud danach zum Reservierungsbüro der indischen Eisenbahn zu kommen. Unser Fahrer wollte wohl etwas für sein Karma tun und hat sich an jedem Schalter wie ein Pittbull vor uns gesetzt, die Warteschlangen an Reiselustigen weggeknurrt und erreicht, dass wir trotz dieser Drängelei höflich bedient wurden. Bei der Zugreservierung konnten wir einen Trumpf ausspielen, unseren Status als Ausländer. In fast jedem Reisezug werden Plätze in klimatisierten Abteils für Touristen als Kontingent vorgehalten. Das hat uns zwie der begehrten Schlafwagentickets für die Weiterfahrt von Pune nach Goa eingebracht.

Ja, Scherz 3 soll nicht vergessen werden

In unserem hoch elektronisch ausgerüsteten Hotelzimmer funktionierte mit einem mal nichts mehr. Das Türschloss, zu öffnen mit Zugangskarte: tot, und das ausgerechnet in dem Moment, als wir zum Essen wollten! Wie uns der Hotelmanager versicherte, sei das noch nie vorher passiert, einfach unerklärbar. 5 Leute brauchte es, das wieder zu reparieren. Fast gleichzeitig erlebte ich einen Totalausfall meines Ipads: tot und das natürlich ausgerechnet in dem Moment als ich Emails aufrief. Nicht auszudenken, wie es weiter gehen sollte, wahrscheinlich ist Apple natürlich in Indien vertreten. Aber garantiert nicht mit einer Niederlassung am Strand von Goa. Auch dieses Problem ließ sich lösen.

Und damit ist alles fast wieder im Lot.

Mehr zu unserem Indien: 

Du weisst, dass Du in India bist … Incredible India ist für alle da,Delhi, Uttar Pradesh, Rajasthan, Maharashtra, Goa, Karnataka, Kerala,Tamil Nadu, Himachal Pradesh, Punjab, Uttarakhand, Odisha (Orissa)Andhra Pradesh,

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