Ganz schön monumental

Unterwegs nach Agra / Fatehpur Sikri. Besucht mit uns das UNESCO-Welterbestätte Fatehpur Sikri. Ein Ort zum Staunen

Ganz in der Nähe von Agra liegt die UNESCO-Welterbestätte Fatehpur Sikri. Eine Anlage, die vor einigen hundert Jahren als Palast und Tempel geplant war und 1585, tatsächlich nur 14 Jahre nach ihrer Gründung, wieder verlassen wurde – angeblich, weil man feststellte, dass es dort kein Wasser gab.

Es ist schier unglaublich, wie viele besterhaltene Gebäude wir dort besichtigen konnten. Kaum Anzeichen von Zerstörung oder Verfall zeichnen diesen Ort aus, der natürlich inzwischen vom Tourismus entdeckt und fleißig besucht wird. Wir erlaubten uns immerhin 90 Minuten für einen Rundgang durch die Anlage, die architektonisch und künstlerisch wohl einzigartig ist.

Aber vor uns lag ja noch das nächste Ziel, Jaipur.

Auf unseren Wunsch legten wir noch einen Zwischenstopp beim Monkey Temple in Galta ein

Ein wunderschöner Seitenweg, der sich durch Serpentinen in gebirgsähnliche Landschaften schob, fanden wir. “You must be carefull here” sagte unser Fahrer, “It’s bad”. Unsere konsternierte Rückfrage: “Why, are there dangerous animals?” wurde mit einem klaren und offenbar beruhigend wirkend sollendem “No, bad people” klargestellt. Na, dann war ja alles ok. Kurze Zeit später erreichten wir den Monkey Temple. Der Fahrer schlug vor, uns abzusetzen.  Wir könnten dann durch die Anlage über eine Treppe und einen Hügel zur Rückseite gehen; dort würde er uns abholen. Einverstanden, ein wenig Bewegung würde uns gut tun.

Dieser Tempel war seltsam

Wir haben schon einiges gesehen in Indien oder Nepal, aber dieser Tempel wirkte irgendwie düster und bedrückend. Aber auch ein wenig verzaubert. Das normalste war noch, dass uns im Eingangsbereich der Guru vom Dienst auflauerte und zunächst mal das übliche Abschöpfen von Geld erfolgen sollte. Die Donation-Quittung in der ausgestreckten Hand begrüßte er uns. Machen wir es kurz, aus der Aktion wurde nichts, wir sind mit 50 Rupien Gebühr fürs Fotografieren aus der Nummer rausgekommen, weil dem Guru nach einigem hin und her keine Argumente mehr in den Sinn kamen, mit denen er uns die vorgesehene größere Spende plausibel machen konnte. Wahrscheinlich meditiert er seither über dem Problem, wie altersstarrsinnige Deutsche am besten rhetorisch ausgezählt werden können.

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Die seltsame Stimmung des Affentempels ließ sich auch durch unseren Sieg am Eingang nicht ändern

Alle Gebäude wirkten verfallen, dem Untergang geweiht, die wenigen ausgemergelten Menschen, die ziellos herumliefen hätten auch einem Mad Max Film entsprungen sein können und die Affen, naja die saßen mehr oder weniger äffisch herum oder kletterten fast lustlos an den Fassaden. Irgendwo im hinteren Teil Anlage saß ein buddhaförmiger zweiter Guru; ausgerüstet mit Sammelbüchse und Röntgenblick. Gleichwohl ließ er sich durch ein Hochhalten der Quittung fürs Fotografieren davon überzeugen, dass wir bereits gelöhnt hatten, so dass wir ohne Schwierigkeiten passieren konnten. Nach dem Passieren von mehreren Becken, gefüllt mit etwas, was früher einmal Wasser gewesen sein musste, düsteren Felsüberhängen und weiteren zerfallenen Gebäuden, erreichten wir den Zenith der Anlage und damit den Hinterausgang.

Nichts wie raus. Und wir fanden uns auf einem Hügel mit umwerfenden Blick auf die Stadt Jaipur, unserem nächsten Ziel.

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