Trekking zum Inle See

Wandertipp zum Inle See. Begleitet unsere Trekking Tour zum Inle See. 2 Tage unterwegs durch wunderbare Landschaften, Übernachten im Kloster

Mit der Bahn oder mit dem Bus oder gar mit dem Taxi von Kalaw weiter zum Inle See? Die Frage stellt sich dieses Mal nicht; wir wandern dorthin. Beim Jungle King, einem der vielen Tourenanbieter in Kalaw, buchen wir die 2 Tage Variante, mit einer Übernachtung in einem Kloster. Morgens um 8.30 Uhr finden wir uns am Ladenbüro des Veranstalters ein, dem offiziellen Treffpunkt.

Zum Nacherleben vorweg die Eckdaten der Tour

Pro Person bezahlen wir für die beiden Tage all inclusive, jedoch ohne Weggebühren, 24 €. Unser Gepäck wird zu unserem Hotel in Nyaung Shwe am Inle See befördert; wir werden bis zu einem zentralen Punkt am Zielort begleitet. Unsere Gruppe besteht aus 8 Personen; die Zahl kann variieren. Am ersten Tag legen wir rund 16 km zurück, am zweiten nochmals 15 km. Die letzte Etappe mit dem Boot über den See ist ebenso enthalten wie unsere Mahlzeiten und die Übernachtung im Kloster. Natürlich auch ein Guide, der uns begleitet.

Die erste angenehme Überraschung erleben wir, als wir die Mitglieder unserer Gruppe kennenlernen

Wir atmen auf; es scheinen sympathische Begleiter zu sein. 2 Chilenen, 2 Spanier und ein deutsches Pärchen. Tatsächlich stimmt die Chemie. Die beiden Tage sind gruppendynamisch betrachtet ein Erfolg. Wir lernen uns kennen, tauschen uns aus in lockeren Gesprächen beim Wandern und gemeinsamen Essen. Spontan entsteht sogar ein “Spieleabend”, der uns alle stimmungsmäßig zu Hochform auflaufen lässt. Gut, Whisky ist mit im Spiel, Rum, einige Flaschen Bier und ein Kartenspiel. Außerdem eine intelligente Spielidee. An dieser Stelle, wir wissen, Ihr werdet es lesen, die allerbesten Grüße an Johanna, Mo(ritz), Diego, Nacho, Juan und Rodrigo. Wo immer Ihr seid, lasst es Euch gut gehen!

Die zweite Überraschung ist die fast einstündige Fahrt zum Startpunkt der Wanderung

Nicht, wie angekündigt ,als Beifahrer auf einem Motorrad, sondern in einem Sammeltaxi. In dem kleinen Ort wuseln an diesem Morgen einige Trekking-Gruppen, Guides, Ladenbesitzer und Taxifahrer. Irgendwie löst sich das Getümmel, wir befinden uns auf unserer Strecke, dokumentieren das Ereignis durch ein Gruppenfoto. Wer hier unterwegs ist, sollte die Geister auf seiner Seite haben, sagt uns Comin’ der Guide. Machen wir natürlich und retrospektiv betrachtet haben wir es geschafft, sie für uns einzunehmen. Die Tour ist ein Erfolg, bewertet man sie nach unseren Zielen, also heil anzukommen, eine gute Zeit zu haben und das Land kennenzulernen.

Die Strecke selbst ist ohne nennenswerte Schwierigkeiten; klar, bewegen wir uns doch die meiste Zeit durch bewirtschaftetes Gebiet. Die Landschaften, die wir durchqueren, sind einfach bildhaft schön. Viele Felder sind bereits abgeerntet, trotzdem wirken sie nicht eintönig, sondern präsentieren sich in ihren ureigenen Farben.

Dazwischen viel Grün, Hügel, rote Erde und übersichtliche Berge

Unsere Strecke führt uns auch an einem kleinen, aber ausgesprochen klar und erfrischend wirkenden Fluss vorbei. Badezeit für die unter uns, die einstellige Wassertemperaturen nicht verschmähen und die Erfrischung mitnehmen wollen. Immerhin erleben wir recht heiße Tage.

Immer wieder passieren wir kleine Ortschaften und Gehöfte. Wir sehen Vieh, arbeitende, freundliche Menschen, die größtenteils zur Volksgruppe der Pa’O angehören, und freuen uns vor allem an den niedlichen Kindern, die sofort in einen Winke-Winke Modus versetzt werden, wenn Fremde auftauchen.

Ein besonderes Erlebnis versprechen wir uns von der Übernachtung im Kloster Hti Tein. Wir haben die Vorstellung, dass religiöse Zeremonien und Rituale zum Mönchsleben gehören und wir als Schlafgäste so privilegiert sind, etwas davon aus der Nähe miterleben zu dürfen. Weit gefehlt. Mönche sehen wir kaum, dafür aber viele Novizen, die offenbar für alle möglichen Arbeiten zuständig sind, aber auch Fußball spielen dürfen, aber keine Andacht ausrichten.

Das Kloster wirkt eher einfach, keine Gemeinschaft, die materiell aus dem Vollen schöpft

Sie kämpfen ums Überleben. Die Gebäude wirken renovierungsbedürftig, nirgends gibt es hier goldene Dächer. Alle Trekker die hier an diesem Spätnachmittag ankommen, es mögen an die 30 – 40 sein, schlafen in der großen Andachtshalle. Die ist mit Decken in separate Abteile getrennt, jede Gruppe hat ihren eigenen Schlafbereich. Sauber nebeneinander liegen auf dünnen Schlafmatten gefaltete, bunte Synthetikdecken und kleine Kopfkissen. Das hat ein wenig von der Atmosphäre in Jugendherbergen, allerdings sehr viel spartanischer, wie wir nachts merken werden. Die dünnen Holzwände isolieren kaum. Es ist empfindlich kalt, die Decken wärmen uns nur wenig. Außerdem erleben wir, dass so eine Schlafmatte verdammt hart sein kann. Es gibt keinen, der am nächsten Morgen nicht über schmerzende Druckstellen klagt. Bis auf die Novizen, die das tagtäglich erleben, und irgendwann der Unbill gegenüber eine mönchische Gelassenheit entwickeln.

Während der beiden Tage werden wir vollverpflegt

Organisiert wird unser Catering durch eine mobilen Kochtrupp, der uns still und unauffällig begleitet. Bald kennen wir die Gesichter, den Koch und seine Helfer. Sie versorgen uns mit traditionellen Gerichten, einfach, reichhaltig vor allem aber vielfältig. Geschmeckt hat es immer, mit Ausnahme des Frühstückes. Es scheint, dass sie diese Disziplin nicht so recht beherrschen, oder anders ausgedrückt, auf diesem Gebiet hat der Kochtrupp noch ein gigantisches Entwicklungspotential vor sich.

Die Strecke, die wir zu Fuß zurücklegen, endet nach einem Abstieg aus den höhergelegenen Landschaften am Ufer des Inle Sees und einer rasanten Bootsfahrt über das Gewässer. Was wir dort erleben beschreiben wir auf einer Extraseite zu dieser Region. Für uns ist dieser gelungene Ausklang einer Wandertour jedenfalls Einstieg in eine neue Facette Myanmars, auf die wir uns schon besonders freuen.

Yangon, Kalaw und Pindaya, Inle See, Mandalay, Monywa, Bagan, Bago, Golden Rock,   Hpa-an, Mawlamyine, Ye / Dawei /

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