Nächster Halt: Singapur

Unterwegs nach Singapur.  Eine fast zwölfstündige Reise. Keiner ahnt, die Decken im Flugzeug werden wir bald bitter brauchen

Aber fangen wir einfach da an, wo wir zuletzt aufgehört haben, Flughafen Hamburg. Diesmal Abflug, gen Osten mit erstem Stopp und Wechsel des Flugzeugs in Zürich. Wartezeiten fürs Umsteigen gehören nicht zu den spannendsten Momenten im Leben eines Reisenden, es sei denn, sie sind knapp bemessen (war es nicht) oder voller Verlockungen (war es). Der Wartebereich im Flughafen Zürich ist ausgestattet mit dem Feinsten und Leckersten, was Schweizer Schokoladenhersteller zu bieten haben. Es ist unmöglich, sich nicht von Versuchungen umzingelt zu fühlen. Irgendwie haben wir es aber doch geschafft, unbeschadet den Ring der Pralinen zu durchbrechen, das Flugzeug geentert und die fast zwölfstündige Reise angetreten, Ziel: Singapur. Übrigens, die tollen Decken haben es uns angetan, wir nehmen sie einfach mit. Eine Ahnung? Später haben wir sie bitter gebraucht.

Resümee nach dem ersten Tag unseres Aufenthaltes in dieser großartigen Stadt 

Immer noch mit dem Jetlag hadernd sind wir jetzt, in der Lage, ein erstes Fazit zu ziehen. Die Stadt Singapur ist so überwältigend, dass ich mich frage, wo ist der Haken? Es muss doch etwas geben, was nicht stimmig ist. Wo verbergen sich die Schwachpunkte und warum behaupten die Moderatoren von Radio Hamburg, die Hansestadt an der Elbe sei die schönste Stadt der Welt? Sie sollten wenigstens so realistisch sein und Hamburg nur als das schönstes Dorf bezeichnen. Was beeindruckende Urbanität im globalen Vergleich überhaupt bedeutet, lässt sich vielmehr hier in Singapur entdecken. Unsere Eindrücke sind zusammengefasst unter unser WEG – wie gehabt in Wort und Bild.

Während unsere vegetativen Systeme noch auf Hochtouren daran arbeiten, die 7 Stunden Zeitunterschied aufzuholen, haben wir begonnen, die Stadt zu erkunden

Wir haben 3 Übernachtungen und wollen so viel als möglich mitnehmen, egal zu welchem Preis, weil wir schon ahnen, so oft werden wir es uns nicht leisten können, hier zu sein. Leider.

Habe ich schon erwähnt, dass wir uns haben erleuchten lassen und jetzt erleichtert unterwegs sind? Eine Erfahrung aus Indien war, dass man immer zuviel Gepäck dabei hat. Viel Gepäck beeinträchtig die Mobilität und kann sogar teurer werden, wenn in günstigen Airlines Gepäck dazu gebucht werden muss, gegen Aufpreis. Wir haben Taschen eine Nummer kleiner angeschafft und sind im Ergebnis mit 70% des bisherigen Gepäck-Volumens aufgebrochen. Das befreit und scheint zu funktionieren. Wie gut, werden wir erst wissen, wenn wir auch grenzgängige Situationen erlebt haben. Bisher fühlt es sich jedenfalls gut an, die Tasche leicht mit einer Hand stemmen zu können. Außerdem passt dieses Gepäck hervorragend zu den zwergenhaften Dimensionen unseres Zimmers in Singapur, wo in den Hotels jeder zusätzliche Quadratzentimeter Fläche sofort den Zimmerpreis in astronomische Höhen schnellen lässt.

Sonntag geht es weiter zur nächsten Station: Bangkok. Recht asiatisch übrigens fliegen wir dann mit Tigerair.

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