Road from Mandalay to Monywa

Leider gibt es nur literarische Zitate, die den Weg hin nach Mandalay beschreiben. Die Bevölkerung der Stadt müsste inzwischen bersten, denn niemand erzählt, wie er von hier weg kommt. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir ein Zeichen setzen.

Mandalay für uns: 5 Übernachtungen, volle, fantastische Tage und Begegnungen mit Menschen, von denen wir gar nicht wussten, dass es sie ebenfalls hierher verschlagen hat. Etwa „Wucki“ samt Partner, eine ehemalige Arbeitskollegin, die sich vor einigen Monaten entschloss, eine Weltreise zu machen. Getroffen haben wir sie auf dem Mount Mandalay. Zufall oder Fügung: Nacho und Diego finden wir spontan auf der U Bein Bridge wieder und auch den Ausflug nach Mingun machen wir zufälligerweise gemeinsam… Viva Espana!

Jeder sagt es, wir können bestätigen: Die Welt ist klein und in ihr herumzureisen macht riesigen Spaß.

Aber wir wollen ja berichten, dass es tatsächlich möglich ist, von Mandalay wegzukommen. Dafür buchen wir einen Transfer nach Monywa. Wir ahnen, dass es dort Sehenswürdigkeiten zu sehen gibt, die umwerfend sind. Aber erst mal sitzen wir in einem Minibus, als einzige Ausländer zwischen birmanischen Fahrgästen und einem Betelfreak am Steuer, der uns vor Abfahrt nicht bestätigen konnte, ob er uns tatsächlich zum Zielort bringt. Mutig setzen wir uns in den Wagen mit dem Mantra „alles wird gut“ im Sinn. Bisher hat alles geklappt.

Kalkulierter Kotz-Grad unter Berücksichtigung der Faktoren Fahrzeug, Insassen und Zeit: 1 Reisetablette.

Der Funke zwischen den lokalen Fahrgästen und uns will nicht überspringen. Alle leiden unter akuten Sprachproblemen. Dafür ist die Strecke höchst interessant. Wir passieren gerade Sagaing, die Hügel dort sind bedeckt mit Pagoden. Anhalten fürs Foto funktioniert leider nicht, wir werden uns die Stelle aber für künftige Besuche des Landes merken.

Um 12.00 Uhr herum die obligatorische Mittagspause, ein Standardrestaurant, wie wir es bereits kennen. Um diese Zeit nur mit wenig Gästen, dafür mit umso mehr Personal, alles junge Mädchen, besetzt. Fahrer verzieht sich mit einer gewaltigen Portion „was-auch-immer“ in den hinteren Teil des Restaurants. Die anderen Fahrgäste verköstigen sich ebenfalls. Als wir unsere Kamera zücken, kommt neugieriges Leben in die Mädchen. Sie zieren sich etwas, dann wollen sie fotografiert werden, zücken selbst ihre Smartphones. Smile fürs Selfie mit Ausländern.

Richtig aufregend wird es, als wir das ipad aktivieren und adhoc Bilder in Facebook hochladen. Unfassbar, hier auf dem Dorf in Myanmar ist dieses Social Media der Bringer. Angesteckt durch das Interesse der Girlies tauen auch die anderen Fahrgäste auf. Sprachprobleme? Das war vorher.

Wieder etwas schlauer steigen wir in den Bus. Die Reststrecke ist ein Klacks. Monywa ist schnell erreicht und wir erleben wieder, wie bequem es ist, direkt vor dem gebuchten Hotel abgesetzt zu werden. Etwa 130 km entfernt von Mandalay sind wir, freuen uns auf einen sonnigen Nachmittag am Pool. Diese kleine Auszeit müssen wir uns heute einfach mal gönnen.

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