Hinter Bajawa ist erst Ende

Komfortable Weiterfahrten lässt man am besten durch die Unterkunft buchen, in der man gerade ist. Diese Regel gilt jedenfalls für Flores. Damit bekommt der Reisende eine Abholung, ein präsentierbares Fahrzeug, den Standardpreis, wird direkt zum Hotel gebracht und der Rest ergibt sich während der Fahrt. Bonusleistungen, wie musikalische Unterhaltung oder zusätzliche Beinfreiheit, wenn das Fahrzeug nicht voll besetzt ist, können sich ergeben. Das Kostenrisiko im Sammeltaxi trägt übrigens immer der Betreiber. Fährt er mit weniger Passagieren, als er an Sitzplatzkapazität anbietet, bleibt der Fahrpreis dennoch konstant. Unsere Fahrt nach Ende deckt grob geschätzt wohl gerade mal die Spritkosten: Wir zählen drei je 7,00 € Zahlende sowie zwei auf lau mitfahrende Bekannte des Chauffeurs. Egal, solche Feinheiten belasten einen echten Florenser nicht, er bleibt gut gelaunt.

Auf dem Weg, Ende bereits in Sichtweite, wird sogar gehalten, damit wir an einem dunklen Strand die legendären blauen Steine fotografieren und einige als Souvenir mitnehmen können. Nein, das ist kein Raub von Naturschätzen, die blauen Steine werden hier systematisch und in großem Stil eingesammelt, in Säcke gepackt und weiterverkauft. Verwendung finden sie dann als dekoratives Baumaterial oder Rohstoff für Mitbringsel.

Schließlich sind wir in Ende angekommen und der Kalender weiß, es ist der 1. Mai. Was wir nicht in dieser Klarheit wissen, auf Flores halten die Menschen Feiertage ein. Am Tag der Arbeit ist Arbeit tabu. So stehen wir im angepriesenen Marktviertel Endes vor geschlossenen Läden. Nur die Fischhändler verkaufen ihre Waren. Leckere Thunfische, die wir bestaunen, aber nicht zubereiten können, Kochgeschirr haben wir nicht bei uns. Wie es uns an diesem Tag in Ende noch ergeht, könnt Ihr hier nachlesen.

Am Ende unseres Aufenthaltes in Ende geht es weiter nach Moni zum Mount Kelimutu. Ebenfalls bequem, ebenfalls unterbesetzt. Wir sind 3 Fahrgäste, genießen Beinfreiheit und Rundumblick während der Fahrt. In der Tat ist das Unterwegssein auf Flores ein wahrer Augenschmaus. Grüne saftige Felder wechseln mit üppigen Dschungellandschaften ab, dazwischen plätschern Flüsse oder erheben sich kantige Felsen. Flores ist ein Naturparadies und inzwischen sogar mit einer guten Infrastruktur an Straßen gerüstet, die das Reisen zu einem angenehmen Erlebnis macht.

Moni, unser Zielort wird uns für 3 Tage beherbergen; von hier aus können wir den Kelimutu besteigen und noch das eine oder andere aktiv erleben.

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