Wie haltet Ihr es unterwegs mit dem Sport?

Unterwegs mit Sport. Wie haltet Ihr Euch fit und flexibel? Auch wir brauchen auf Reisen sportliche Betätigung und Rezepte gegen den innerer Schweinehund

Reisen bedeutet oft, sich temporär mit Umständen zu arrangieren, die nur wenig mit unserem Alltag zuhause zu tun haben. Sind es schlechte Angewohnheiten, die wir zurücklassen müssen, wäre das sogar ein Gewinn. Was aber passiert mit unseren guten Angewohnheiten, zum Beispiel der, regelmäßig Sport zu treiben? Die meisten Traveller – wir übrigens auch – wollen sich in der Ferne nicht total neu erfinden müssen, sondern streben nach einer Selbstverwirklichung, bei der auch ihre persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten weiterhin Platz finden. Kurz, wer in der Heimat sportlich ambitioniert ist, wird diese Gewohnheit nicht in der Gepäckaufbewahrung abgegeben.

Übrigens, Sport ist für den älteren Menschen eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Anschaffung eines Rollators auf den St. Nimmerleinstag zu vertagen

Wer die Zeit bis dahin auf Reisen ist, tut gut daran, fit und leistungsfähig zu bleiben, um möglichst viel aktiv unternehmen zu können.

Bei uns gehört sportliche Betätigung zum Alltag. Sind wir zuhause, haben wir unser Training. Wir laufen, Mittel- und Langstrecke, und achten darauf, nicht einzurosten.

Deswegen ist es für uns selbstverständlich, im Gepäck immer Sportsachen zu haben

Schuhe und Funktionskleidung sind kein überflüssiger Ballast. Im Gegenteil, mit Laufschuhen lässt es sich auch gut wandern und einem Shirt ist es schnurzegal, ob es beim Laufen oder beim Trekking benutzt wird. Unser Organismus ist daran gewöhnt, in Bewegung zu sein und wenn wir davon abgehalten werden, meldet sich der Körper.

Leider reicht der gute Wille allein nicht immer, unsere sportlichen Bedürfnisse umzusetzen

Das ist eine der Erfahrungen, die wir in den letzten Monaten machen mussten. Einige Faktoren hatten wir nicht einschätzen können. Etwa den Einfluss eines extremen Klimas, die Zustände von Wegen, Verkehrssituationen, Reaktionen von Menschen und Tieren. Zurückblickend sind wir weniger gelaufen, als wir vorhatten. Richtig gut geklappt hat es in Goa, wo der nahe, kilometerlange Strand ideale Bedingungen bot, unsere Runden zu drehen. In Palolem gibt’s viele Läufer dafür aber wenig Hunde, die den Ehrgeiz entwickeln, sich an deine Wade heften zu wollen. Auf Bali war es eher umgekehrt und im indischen Kerala waren es nicht Hunde, sondern wilde Elefanten, vor denen wir Respekt hatten.

Mit Menschen, die noch nie einen Sportler in freier Wildbahn gesehen hatten, gab es nie Probleme

Im Gegenteil! Reisende Läufer bekommen Zuspruch, manchmal sogar Applaus. Leider kommt so etwas kaum von Verkehrsteilnehmern. Wer motorisiert unterwegs ist, respektiert nur andere Motorisierte. Wenn du in Asien auf Verkehrswegen stehst, gehst oder läufst, dann bist du ganz allein für dich selbst verantwortlich. Mit Rücksicht darfst du nicht rechnen. Weiß man das, bleibt einem nichts anderes übrig, als die Verhältnisse zu akzeptieren. Der Schwächere (innere Schweinehund) gibt nach – und verzichtet aufs Laufen, wenn es keine Ausweichpisten gibt.

Sport unterwegs beschränkt sich natürlich nicht aufs Laufen. Der Reisende ist gut beraten, kreativ zu sein, was das Ausnutzen von Möglichkeiten angeht, und hat im besten Fall schon vor der Abreise Vorsorge getroffen. Zum Beispiel hat er eine Yogamatte im Gepäck oder für Kraftübungen ein Theraband. Überhaupt, die Übungen hat man ja eh im Kopf und für viele gute Übungen benötigt man nicht mal Matte oder Band.

Fitness, Tricks zur Motivation

Für uns selbst haben wir als immer währenden Appell, auch gegenüber dem inneren Schweinehund, der leider immer gerade dahin reist, wo du bist, eine Art persönlichen Fitness-Ratgeber für unterwegs zusammengestellt:

  • eherne Regel: egal, wie weit du weg bist, halte dich körperlich fit
  • es gibt keinen Ort, wo du nicht etwas für deinen Körper tun könntest
  • sei schlau und nutze jede Gelegenheit
  • immer schön flexibel bleiben, du wirst staunen, was alles geht
  • bereite dich soweit als möglich schon vor Reisebeginn vo
  • notiere, was du getan hast
  • sich auch mal an anderen orientieren

Mag sein, ja wir hoffen es sogar, dass sich jetzt auch Besucher unserer Wegseite bestätigt fühlen, weil sie immer schon darauf bedacht waren, fit zu bleiben. Oder, was natürlich noch besser wäre, wenn sich der eine oder andere nun inspiriert fühlt, damit zu beginnen, etwas für seinen Körper zu tun. Die alte konfuzianische Weisheit, dass auch der längste Weg mit einem ersten Schritt beginnt, gilt ja auch hier.

Sportlich unterwegs.

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