Von Bali nach Java

Unterwegs von Bali nach Java. Begleitet uns auf dem kurzem angenehmen Flug. Wir kommen an in Yogyakarta. Dann touren wir durch Java

Für die Chronisten unter unseren Besuchern wollen wir noch einmal den Verlauf der letzten Etappen unserer Indonesien Reise zusammenfassen und Lob, wo angebracht, natürlich nicht unterschlagen. Etwa den extrem passagierfreundlichen Flughafen für Inlandflüge, mit etwas, was wir in Deutschland in dieser Form noch nicht kennen, nämlich beste Versorgung fürs Nachladen von Mobilgeräten und freies Internet für jeden. Mit dieser Logistik und ausreichend Läden und Restaurants im Wartebereich lassen sich auch Verspätungen überbrücken. Und, damit man(n) auch schön gesund bleibt, sind die Urinale auf den Herren-WCs mit einem Messegerät versehen, die an der Farbe des abgeschlagenen Wassers informieren, ob man schon dehydriert ist.

Nach kurzem, schmerzlosen Flug Ankunft in Yogyakarta. Kleiner der Airport, aber immer noch gemütlich.

Um auf Java ebenso mobil und flexibel unterwegs sein zu können, versuchten wir zuerst, einen Autovermieter aufzutun. Die gibt es hier auch, aber Java ist nicht Bali und komplizierter. Sie wollen einem halt immer gleich den Fahrer mit vermieten und wenn es mal als Ausnahme auch Selbstfahrerangebote gibt, bewegen sich die Preise in schwindelerregender Höhe. Das ist natürlich relativ, aber nach Bali waren wir in dieser Hinsicht versaut. Wir würden stattdessen hier auf öffentliche Verkehrsmittel zugreifen, für lange Strecken also die Eisenbahn und Busse und im Einzelfall ein Taxi mieten.

Interessenate Ziele

Für unsere erste Exkursion zum Weltkulturerbe Prambanan, das nur schlappe 18 km von Yogyakarte entfernt ist, und die Weiterfahrt in Richtung Vulkan Merapi fanden wir ohne große Mühe ein Fahrzeug mit Fahrer. Die Gegend um die Marliboro Street ist ja voll mit Reiseanbietern, Veranstaltern, Touristenshops.

Pünktlich um 8 Uhr am nächsten Morgen sollte es losgehen. Ein schicker Van mit dienstbereitem Fahrer erwarteten uns wie vereinbart. Und dann, 3 Häuserblocks weiter ging gar nichts mehr. Stotternder Motor sowie ein stotternder Fahrer, der uns versuchte klarzumachen, dass der Tank leer sei.

Aber Indonesier scheinen praktisch veranlagte Menschen zu sein

Kurzentschlossen rannte unserer Fahrer los und verschwand um die nächste Ecke. Pause für uns! Wie lange wir hier ausharren sollten, war völlig offen. Nach knapp 10 Minuten sahen wir unseren Fahrer wieder. Auf einem Fahrrad, das er sich bei irgendwem ausgeborgt hatte, mit einem Kanister Benzin unterm Arm. Wie wir kurz darauf herausfanden, hatte er sich bei einem Kiosk versorgt, wo Benzin in Flaschen angeboten wird. Es funktionierte und ob der Motor Schaden genommen hatte, oder durch das Flaschenbenzin noch erleiden würde, war uns in diesem Moment schnuppe.

Von Prambanan in Richtung Merapi

Wir schafften es bis Prambanan, erfreuten uns und staunten über die Anlage, fuhren weiter durch wunderbare Landschaften und erreichten unseren Zielort, das Vogel’s Hostel in Kaliurang. Die beinharte, erlebnisreiche Trekkingtour haben wir, wie die anderen bemerkenswerten Stationen, zum Nacherleben unter unserem W.E.G detaillierter dargestellt.

An dieser Stelle ist es Zeit, darüber zu sprechen, dass leider nicht immer alles so läuft, wie man es sich vorstellt. Wir hatten nämlich weder Zeit, noch Gelegenheit, noch kompetente Informationsgeber, die uns zu einem der geheimnisvollsten Kultorte Javas hätten bringen können, zur “Giant Chicken Curch“. Ein sakraler Bau der Neuzeit, in Form eines riesigen Huhnes. Begehbar und anbetungswürdig, so heißt es. Wer sucht, findet aber im Web Bilder dieses mystischen Objektes.

Erster Kontakt mit Borobudur, dem großen Monument des Buddhismus auf Java

Das fand wieder einmal in aller Herrgottsfrühe statt. Wie einiges, was wir bereits hinter uns hatten und wie anderes, was wir noch vor uns haben sollten. Mal reist ums der Wecker schon kurz vor 4 Uhr aus dem Schlaf, mal gegen 5 Uhr oder spätestens gegen 6 Uhr. Im Falle des Borobudur fuhren wir um 5 zum Hügel Setumbu, das ist einer dieser berühmten oder berüchtigten Sonnenaufgangs- Hotspots, die auf irgendeine Weise wohl jedem Besucher bekannt sind. Ausgenommen der Verfasser dieses Berichtes, der zugibt sich lieber zum Jagen tragen zu lassen, als selbst schweißtreibenden Aktionismus zu initiieren.

Rechtzeitig zum Sonnenaufgang am richtigen Ort

An diesem Frühestmorgen war wieder zu erleben, wie wildfremde Menschen, einem unhörbaren Ruf folgend, einen steilen Weg hinaufrannten, um an der Spitze eines Hügels eine ganz besondere Position zu besetzen, von der aus die Kamera extrem besondere Bilder einfangen sollte. Glückes Geschick oder Gunst der Stunde: wir schafften es rechtzeitig und erlebten, wie die Sonne quasi aus dem Krater des Merapi hochstieg, über eine nebeldurchwaberte Ebene, aus der in der Ferne der Borobudur herausragte. Selbst der Verfasser muss einräumen, dass dieser frühmorgendliche Ausflug ein voller Erfolg war.

Für den Besuch hatten wir 2 Tage eingeplant, die sich mehr als gelohnt haben. Auch dazu mehr unter Borobudur.

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