Eine kurze Auszeit in Frankreich

Unterwegs in Frankreich. Eine kurze Auszeit am Wochenende: Paris TGV Lyon Baguette leckerer Kuchen Gare Perrache Montmartre La Bastille

Das halbe WEG-Team gönnt sich ein langes Wochenende in Paris und Lyon. Der Tag beginnt sehr früh am Morgen. Es geht mit dem Flugzeug nach Paris, um eineinhalb Tage für einen Kurzbesuch zu nutzen. Vom Terminal 1 des Flughafens gelangt man in etwas über 30 Minuten mit der RER B nach Châtelet oder St. Michel in der Pariser Innenstadt. Mit dem Ticket (EUR 10) könnte man so lange Metro fahren, bis man sie wieder verlässt; hätte dann aber nur die Bahnhöfe gesehen.

Wie immer, wenn man einer Stadt besonders nah sein will, gilt es der eigenen Kondition zu vertrauen

Man muss halt die Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erobern. Da kommen in einer Stadt wie dieser einige Kilometer zusammen. Für die längeren Distanzen heißt es diesmal: rein in die öffentlichen Verkehrsmittel. Busse und Métro sind für alle da, selbstredend auch für Touristen. Zur eigenen Ehre sei betont, die Transportmittel wurden vorwiegend aus Zeitgründen benutzt. Wer schon mehrere Marathons absolviert und die Berge Nepals durchwandert hat, kann ja auch anders. 

Métronutzung (aus budgettechnischen Überlegungen) unter Vermeidung des Kaufs eines Fahrscheins, war für mich in Paris eigentlich nie ein Problem. Gleichwohl habe ich mir heute an einem der Schalter ein Tagesticket Mobilis für EUR 7 gekauft, mit dem man alle für eine umfassende Paris-Sightseeing-Tour wichtigen Métrostationen erreicht. Einfach nur den Namen und den Tag der Gültigkeit aufs Ticket schreiben und dann kann’s losgehen.

Kaum im Stadtzentrum, wird mir wieder bewusst, dass in Frankreich seit den Anschlägen vom 13. November 2015 der Ausnahmezustand herrscht

Das Straßenbild hat sich verändert; überall auf den Straßen, öffentlichen Plätzen, in der Metro patrouillieren Sicherheitskräfte mit Gewehren im Anschlag. Mich ängstigt das nicht, aber ich empfinde es als bedrückend; Europa hat sich in letzter Zeit so sehr verändert.

Paris in 1,5 Tagen primär leider eine Entscheidung, was heute ausgelassen werden muss, und eine Herausforderung an die Auswahl der Sehenswürdigkeiten:

  • Montmartre und Sacré-Coeur
  • Besuch vom Friedhof Père Lachaise
  • La Bastille
  • Isle de la Cité und Notre-Dame
  • Quartier Latin
  • Centre Pompidou
  • Arc de Triomphe – die Champs-Elysées – die Seine

Nach Anfahrt mit der Métro zum Startpunkt meiner Tour wird es sportlich

Ja, Paris hat auch Hügel, Treppen, lange Boulevards, Straßenzüge die bewältigt werden wollen. Die Sinne werden hier immer bestens bedient und das Auge mit grandiosen Ausblicken belohnt. Es gibt natürlich auch Orte, die entschleunigen, wie etwa der Friedhof Père Lachaise der prominenten Verstorbenen oder die Cafés in den gemütlichen Vierteln, die zu Pausen einladen. Und wenn der Körper unterwegs nach Kalorien schreit, finden sich immer Bäckereien mit leckeren Baguettes und köstlichen Kuchen.

Das Wetter ist alles anders als hochsommerlich

Dank mitgebrachter Regenjacke, die gehört bei Norddeutschen ohnehin zur Standardausrüstung, lässt sich der Nieselregen ertragen. Einige der bei Besuchern besonders populären Sehenswürdigkeiten präsentieren sich mit langen, zäh schleppenden Warteschlangen. Kurze Entscheidung: nicht warten – weiter! Bei einer Paris-Tour im Schnellgang musst Du intuitiv Mut zur Lücke mitbringen; es gibt immer ein nächstes Mal.

Mein Besuchsprogramm neigt sich dem Ende zu. Eilig geht es im Laufschritt zum Place de la Concorde. Glück oder Pech, der befindet gerade im Umbau und ist nicht so schön, dass ich Lust habe, ihn zu fotografieren. Trotz eingesparter Zeit heißt es: ab in die Métro und zum Gare de Lyon. Zum Glück bin ich rechtzeitig da, finde mit traumwandlerischer Sicherheit den richtigen Bahnsteig und steige in den TGV nach Lyon; meinem zweiten Ziel an diesem Frankreich-Wochenende.

weiter nach Lyon ….

Nur etwas über 2 Stunden dauert die zugegeben ziemlich teure Fahrt mit dem TGV von Paris nach Lyon. Je weiter ich mich meinem Ziel nähere, desto schöner wird das Wetter, desto lieblicher die Landschaft. Nach dem sehr kühlen und windigen Wetter in Paris kommt es mir so vor, als wäre ich jetzt wirklich im Süden, als ich um 18 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und mindestens 30 Grad in Lyon Perrache aus dem Zug steige.

Vom Gare Perrache hat man einen guten Zugang zur Métro. Nach Kauf einer Fahrkarte aus dem Automaten, springe ich in die nächste Bahn der Linie A. Apropos: Frankreich ist schon erheblich weiter als viele deutsche Städte, dort können Tickets an jedem Automaten mit der Kreditkarte bezahlt werden. Sehr praktisch. Nach ein paar Minuten erreiche ich die Station Hôtel de Ville, wo ich mit meiner Freundin am Place des Terreaux verabredet bin.

Alles klappt wie am Schnürchen und ich freue mich, hier zu sein

Hier, wo das Licht schon so ganz anders wirkt, wo alles bereits so sehr nach dem nahen Süden aussieht. Nicht weit von hier habe ich vor vielen Jahren eine Zeitlang gelebt. Viele Erinnerungen werden wach und ich freue mich sehr darauf, mit meiner Freundin ein Wochenende in dieser schönen Stadt zu verbringen.

Wer reist, muss flexibel sein. Diese Binsenwahrheit beweist sich immer wieder, denn leider kommt heute alles anders als geplant. Unvorhergesehene Ereignisse zwingen uns, das Besichtigungs-programm auf das Nötigste zusammenzukürzen und stelle Euch heute nur Lyons Hauptattraktion vor: Eine Tour durch die Altstadt, das Vieux Lyon.

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