Die Wasserfälle von Tad Kuang Xi

Unterwegs in Laos. Besucht mit uns die Wasserfälle von Tad Kuang Xi. In einem geschützten Gebiet ein faszinierendes Naturschauspiel. Mit Dschungelbären

Etwa 30 km von Luang Prabang entfernt liegt das für unseren Geschmack wohl lohnendste Ausflugsziel, nämlich die Wasserfälle von Tad Kuang Xi. “Nicht schon wieder fallendes Wasser” höre ich einige Leser bereits brummeln. Dieser hier ist einfach fantastisch. Er mag nicht zu den größten seiner Art gehören, sicher aber zu den schönsten. Die Fahrt von Luang Prabang dauert mit dem Tuk-Tuk eine knappe Stunde und ist sogar erschwinglich. Jedenfalls wenn man sich den Fahrpreis mit anderen Besuchern teilt.

Die Wasserfälle liegen in einem geschützten Gebiet

Der Eintritt ist im Vergleich zu anderen Lokalitäten angemessen. Selbst der Schreiber dieses Berichtes, der eigentlich immer zugenähte Hosentaschen hat, wenn irgendwo für Zutritt gelöhnt werden muss, bedauert keinen einzigen Kip, der am Einlass zu entrichten war.

Das besondere an diesem Ort ist das Gesamtbild. Die Wasserfälle liegen in einem Regenwald, der bis auf die sauber angelegten Wanderwege aussieht, wie man sich so eine Landschaft idealerweise vorstellt. Riesige Bäume, eine ungeheure Vielfalt von Pflanzen und eine offenbar intakte Tierwelt. Alleine dieser Anblick ist Balsam für die geplagten Augen, wenn sie lange Zeit nichts anderes als städtische Landschaften zu sehen bekommen haben.

Am Anfang des Rundganges durchläuft man ein Bärengehege

Dort, in artgerechter Tad Kuang Xi, Gemuetlichkeit im BaerengehegeUmgebung finden Bären ein Asyl, die anderswo gejagt oder als Lieferanten von Bärengalle in Minikäfigen gehalten werden. Den Bären scheint es wohl zu ergehen im Gehege. Sie lümmeln faul in extragroßen Hängematten, hocken auf Bäumen oder tollen herum. Schön, dass die Menschen, die sich um das Projekt kümmern, soviel Respekt vor den Tieren zeigen.

Gleich hinter dem Gehege tut sich die Wunderwelt der Wasserfälle auf

Über kleine Felsen strömt das Wasser in Kaskaden in Pools, die wirken, als wären sie in der Südsee entworfen worden: kristallklares, blaugrünes Wasser, umgeben von Palmen und Urwaldflora. Man möchte hineinspringen und – ja, es ist erlaubt – in einigen der Becken darf gebadet werden. Viele Besucher wagen auch den Gang hinein ins eisige Blau und haben offenbar eine Menge Spaß am erfrischenden Bad.

An einigen kleinen Lokalen, die hier überhaupt nicht störend wirken und wie der Rest der Anlage peinlich sauber gehalten werden, kommt man nach mehreren weiteren Becken zum großen Wasserfall, der aus einer Höhe von rund 30 Metern herunter stürzt.

Über zwei Wege gelangt man zum Gipfel, wenn man will

Wir empfehlen sich links zu halten; dort ist der Aufstieg etwas weniger anstrengend. Oben wird man belohnt, mit Aussicht natürlich und einem ganz anderen Bild des fantastischen Waldes. Auch hier erleichtern Wege und kleine Brücken die Erkundung. Die Brücken übrigens sind dort noch ohne besondere Eintrittskarten umsonst begehbar (keine Selbstverständlichkeit für Laos!). Sogar eine kleine Anlegestelle wurde dort oben eingerichtet, wo ein Floß anlegt, mit dem man sich durch die Wasserwelt schippern lassen kann.

Die Anlage gehört mit zum besten, was wir bisher in Asien gesehen haben

Sogar bei Regen würde sich ein Besuch lohnen. Wir hatten Sonnenschein und angenehme Temperaturen, was für diesen Ausflug natürlich perfekt war.

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