Heimwärts

Unterwegs nach Deutschland. Begleitet uns zurück in die Heimat. Von Samosir nach Medan von dort fliegen wir nach Bangkok. Und dann geht es nach Deutschland

Schade, die beiden letzten Tage auf Samosir sind regnerisch. Regen in diesen Regionen wirkt immer wie ein kleiner Weltuntergang.

Und man schaut sich um, P101010ob um die Ecke eine Arche auftaucht. Jedenfalls reagieren wir Europäer so, da wir solche Starkregen kaum kennen. Eigentlich lässt sich das ertragen, weil das Wasser von oben meist so warm ist, als ob es aus der Dusche fließt. Aber auf 900 Meter Höhe fühlt es sich leider frösteliger an und wer hat schon Lust, 4 Lagen T-Shirts übereinander anzuziehen. Der Abschied vom Toba See, unserer letzten Station auf Sumatra, ist ein erträglicher. Wir haben viel Schönes erlebt in Indonesien, ohne dass wir es erwartet hätten. Eines wissen wir, es gibt hier noch so viel zu entdecken, dass unserem ersten Besuch noch weitere folgen werden. Auch Flores wird dann dazu gehören. Zum einen, wegen der sagenhaften Homo Floresiensis/”Hobbitmenschen” und zum anderen, weil es dort mit am schönsten sein soll, von allen 17.000 Inseln.

Gelegenheit für ein Fazit? Ja, schon, ein kurzes

Indonesien halten wir für eines der am meisten unterschätzten Reiseziele. Eigentlich müssten wir alle Berichte dazu schwärzen, um nicht weiteren Besuchern Lust zu machen, auch dorthin zu fahren. Aber, das wäre schnöde und wenig selbstlos.

Früher Vogel fängt den Wurm, aber früher Abflug macht auch extrem müde. Um unseren Flug um 05:35 Uhr ab Medan zu bekommen, hieß es früh unterwegs sein. Wir bauen inzwischen dem Schlafdefizit an solchen Reisetagen dadurch vor, dass wir so nahe als möglich am Flughafen übernachten. In Surabaya hatten wir ein Hotel im Flughafen, in Medan war es nicht ganz so ideal, aber unser Hotel dort lag nur schlappe 10 Fahrminuten vom Terminal entfernt und das Shuttle um 3:30 Uhr war gratis.

Die Flüge der Low-Cost-Carrier nutzen in Bangkok alle den Zweitflughafen Don Muang

Für uns diesmal von Vorteil: blitzschnelle Abfertigung am Zoll und keine Wartezeit am Gepäckband.

Wieder in Bangkok – inzwischen zum 3. Mal innerhalb weniger Monate – stand fest, dass wir nun nach dem Motto “Bekanntes vertiefen – Neues finden” die Stadt weiter kennenlernen würden. Locker, entspannt und ohne Hektik, also den bulligen Temperaturen angemessen. Was wir zusätzlich entdeckt haben, ist übrigens auch nicht von Pappe sondern goldig, und zwar im wahrsten Sinne des Worte und das massig! Klingt kryptisch, aber das löst sich. Wir haben dazu unseren W.E.G. zu Bangkok fortgeschrieben.

Auch zu Thailand ein kleines Fazit: Einige Ermüdungserscheinungen im Service lassen vermuten, dass viele in der Touristenbranche Tätigen mehr geschäftssüchtig als -tüchtig sind. Ein gewisser Hochmut macht sich bemerkbar bei denen, die immer nur gut an den Besuchern verdient haben. Vorsichtige Prognose? Hoffentlich fängt sich das, es wäre schade, wenn es nur noch ums Kohle machen geht.

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