Von den Büffeln zu den Drachen

Wer nicht aufpasst, hat selbst Schuld. Einen Tag vor unserer geplanten Abreise hören wir unseren Wirt beim Telefonieren meinen Nachnamen sagen. Betrifft Euch nicht, antwortet er auf unsere Frage, er kennt nur meinen Vornamen. Tut es doch! Der Anruf kommt von der Busagentur, wo wir gebucht haben, und man fragt sich, warum wir nicht erschienen sind. Wir hatten unsere Unterkunft als Kontakt hinterlassen und – shit happens – die Dame hat unseren Abfahrtstag falsch notiert, unser Ticket aber korrekt ausgestellt. Das lässt sich aber klären, so dass wir pünktlich am richtigen Reisetag am Straßenrand auf unsere Abholung warten und inbrünstig hoffen, nicht von einem Starkregen weggewischt zu werden.

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Vom Traumstrand ins Regenland

Natürlich könnten wir uns in Bira einrichten, unser Cottage am Strand hat beste Lage, und eigentlich ist alles perfekt. Aber einmal auf Sulawesi, wollen wir mehr kennenlernen. Grandiose Landschaften und exotische Kulturen. Das finden wir auf dieser Insel, ein guter Grund also, weiterzufahren. Wir verabreden eine Abholung durch einen PKW mit Fahrer. Aus Bira, das am südlichen Zipfel Sulawesis liegt, könnten wir zwar gut mit der Fähre Richtung Flores dampfen, aber dort wollen wir erst in zwei Wochen sein.

2 Wagen fahren vor, auch andere Gäste des Resorts planen eine Erkundung der Insel. Man hätte sich zwar absprechen und den Wagen teilen können, aber wenn nur eine Partei kostengünstig unterwegs sein möchte und die andere den eigenen Selbstwert an der Höhe ihrer Ausgaben festmacht, wäre so eine Reisepartnerschaft nicht kompatibel. Wir bekommen leider Mahmut als Fahrer, der kein einziges Wort Englisch beherrscht und sich deswegen über die gesamte Fahrt, die 2 Tage dauert, in konsequentes Schweigen hüllt. Sein Boss, der gut Englisch spricht, fährt die betuchte Klientel selbst.

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Von Makassar nach Bira

Weil das Leben es auch mit Taxifahrern nicht immer gut meint und nur der frühe Vogel den Wurm fängt, ist Mr. Ali ständig im Einsatz. Sein Geschäftsmodell lässt keinen privaten Schnickschnack zu, Mr. Ali ist immer bereit. Wir kommen von einem Spaziergang und treffen Mr. Ali, der wie ein Spaziergänger auftritt aber in Wirklichkeit Taxifahrer ist. Er begrüßt uns, ist Smalltalk geübt und erfährt schnell von uns, dass wir vorhaben, Makassar zwei Tage später Richtung Bira zu verlassen. Weil wir noch nicht bei den Inseln waren, könne er uns ein Boot besorgen, das uns günstig zum Strand bringt. Ja, der Bootsführer mache das auch für 400.000 IDR und hole uns direkt ab.

Alles klappt wie versprochen. Bei unserer Rückkehr ist Mr. Ali rein zufällig gegenwärtig. Er fragt, wie der Ausflug war, alles bestens, erfährt er von uns. Übrigens hätte er ein Taxi und weil Bira, wo wir ja hinwollten, nicht so einfach zu erreichen sei, würde er uns preiswert hinfahren. Sein Angebot ist wirklich gut, aber wir können/wollen uns die Taxifahrt nicht leisten. Ob er und denn wenigstens zum Terminal fahren könne? Wir sind einverstanden, am Terminal Melengkeri führt kein Weg vorbei, das wissen wir bereits.

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Entdecken wir doch Sulawesi

Ganz ehrlich, viele der Orte, die wir besuchen, hatten wir nicht immer auf unserer Agenda. Aber die Reisen der letzten Jahren haben nicht nur unseren Horizont erweitert, sondern Hunger auf mehr gemacht. Das ist so wie mit dem Faden, bei dem immer mehr Dinge zum Vorschein kommen, je länger du daran ziehst und die sich dann nicht einfach wieder wegpacken lassen. So ging es uns mit der Insel Sulawesi. Bei unseren Planungen stand sie eines Tages klammheimlich im Vordergrund und hat es geschafft, auf unserer Route platziert zu werden. Und weil es anders kaum funktioniert, ist Java jetzt der Ausgangspunkt, von dem aus wir zur Entdeckung Sulawesis starten.

Wir erreichen Makassar, die Hauptstadt der Provinz Südsulawesi, nach 2 Stunden Flug. Ein perfekter Flug übrigens. Pünktlich und gut organisiert von Citilink, leider mit der extrem frühen Startzeit 5:55 Uhr. Dafür lassen wir uns um 3:30 Uhr wecken. Aber jedes Ding hat sein Gutes: frühmorgens lässt es sich zügig fahren, wir brauchen gerade mal eine halbe Stunde zum Flughafen, die Hälfte der Zeit, die wir bei unserer Ankunft vor 2 Tagen benötigten.

Leider verspricht eine schnelle Ankunft nicht immer geschmeidiges Fortkommen. Es ist wie verhext, immer wenn wir in Indonesien am Gepäckband auf die Ausgabe unserer Taschen warten, scheinen die Flughafenarbeiter in eine Art Trance zu fallen. Da dehnen sich Minuten zu Viertelstunden und die können auch schon mal zu vollen Stunden anwachsen. Egal, Schwamm drüber. Die Freude, am Ende doch wieder mit dem eigenen Gepäck vereinigt zu sein, wiegt alles auf.

Über einen Informationsschalter am Ausgang des Flughafens Makassar erfahren wir, dass es Zubringerbusse gibt für die 20 km bis zur Stadt. Tatsächlich brauchen wir nicht lange zu warten, besteigen das gut befüllte Vehikel und bezahlen dafür umgerechnet knapp € 2 pro Person. Kleiner Tipp für alle, die es eilig haben: Die Mehrkosten für ein Taxi lohnen sich, will man schneller ins Hotel.

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Von Hamburg nach Jakarta

Auch die jetzt anstehende Reise ist schon vor Monaten geplant und vorbereitet worden: Indonesien 2.0. Wir haben uns aus dem Portefeuille der 17.000 Inseln zwei weitere herausgepickt, die viel versprechen. Aber dazu später. Jetzt stehen wir am Flughafen Hamburg, der inzwischen nach Helmut Schmidt benannt ist, einem Politiker, der nicht zuletzt für seine Zuverlässigkeit bekannt war. Will Hamburg sich tatsächlich auch in Sachen Pünktlichkeit an seinem Namensgeber orientieren? Wir wünschen es uns.

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