Du weisst, dass Du in Italia bist…

Eine gute Woche ist es her, dass wir im Süden Europas sind. Genau dort, wo die Reise hingehen sollte, in Italien. Die Nachrichten aus dem Land im Norden, hinter den Bergen bestätigen: Es war eine gute Entscheidung, uns abzusetzen. Von Unwettern ist die Rede, Wasser stürzt wohl gerade wieder vom Himmel auf Deutschland herab. Das gibt uns immerhin die Gewissheit, dass unser Garten noch in Form sein wird, wenn wir ihn wieder sehen.

Hier in Norditalien leben wir uns ein. So eng die europäischen Länder auch miteinander verflochten sein mögen, es gibt sie noch, die regionalen Besonderheiten – und das ist gut so. Heißt aber auch, dass wir adaptieren, wie unsere neuen Nachbarn leben und natürlich ist unsere Aufmerksamkeit geschärft, denn „When in Rome, do as the Romans do“ …

Was uns auffällt, wollen wir nicht für uns behalten, schließlich muss nicht jeder Italien-Urlauber das Rad neu erfinden. Deswegen hier unser kleines Brevier, als praktischer Begleiter für den Alltag in dieser Region.

Du weißt, dass Du in Bella Italia bist, wenn ….

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Tschüss Sommer, wir sind im Süden

Nee, so doll war das bisher nicht, mit dem Juli im Norden. Zu viel grau, wo der Himmel blau sein sollte, heftige Niederschläge und Stürme, die Versuchung, am Heizungsknopf zu drehen, um wohlige Wärme zu erzeugen. Bevor es soweit kommt, setzen wir uns ab. Eine kurze, knackige Vorbereitung reicht uns. Wir wollen in die Dolomiten, haben dafür auch ein Motto: Trekking auf sonnigen Almen und unterwegs in herausragenden, gebirgigen Landschaften.

Zum ersten Mal wagen wir uns mit dem Blauen auf eine lange Distanz. Gemütlich soll es ablaufen, ohne Staus und Autofahrerstress. Tatsächlich haben wir Glück, die A7 beschert uns geschmeidiges Durchkommen. Verstopfte Straßen sehen wir, aber heute nur auf der Gegenfahrbahn. Bevor wir unser Karma preisen, holt uns die Realität ein und zwar in Österreich. Der Weg heißt nun B179, an der Frontscheibe klebt inzwischen die Vignette, wir passieren Mautland. Und eine Region, die auf wunderliche Weise Staus generiert. Für die letzten 50 km brauchen wir mehr als 1,5 Stunden. Einen Grund für diese brachiale Entschleunigung finden wir nicht. Es gibt auf diesem Abschnitt weder Baustellen, noch Unfälle noch Prozessionen oder Demonstrationen. Irgendwann löst sich der Spuk auf. Weiterlesen

Nachher ist vorher ist nachher

„Erst die Arbeit und dann das Vergnügen“ – dieser Imperativ aus der Welt der Malocher begleitet unser Leben viele Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte. Was aber, wenn das Vergnügen Arbeit wird und umgekehrt? Antwort: Tue, wozu Du gerade Lust hast und was Deine Zeit erlaubt. Seit wir von der letzten langen Reise zurück sind, machen wir genau das, ohne allerdings Direktionsrechten ausgesetzt zu sein oder dem Zwang, olympische Erfolge vorweisen zu müssen.

Wenn wir nicht gerade Hausaufgaben abarbeiten, recherchieren wir neue Ziele. Dabei ziehen wir beides in Erwägung, die Ferne wie die Nähe. Wie jeder Urlaubsplanende durchforsten wir dafür konventionelle Reiseführer, das Internet und dort speziell einschlägige Blogs.

Und wir werden fündig:

North Star Chronicles lesen wir und bekommen Lust auf Afrika. Nicht den ganzen Kontinent, aber den Süden, Namibia. Miriam berichtet von ihrem Road Trip und versteht es, unser Interesse zu wecken, wo wir bisher schnell abgewunken haben. Wir wissen jetzt fast alles, was wir in der Vorbereitung brauchen. Haben erfahren, wie wir so einen Trip optimal umsetzen können, welche Kosten uns erwarten, wieviel Zeit wir brauchen und was für tolle Erlebnisse uns erwarten würden. Dabei erhält unser Kopfkino durch eindrucksvolle Bilder Stoff. Die Blaupause für den Trip hätten wir also schon.

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Anreise 12.250 km

Eigentlich wollen wir noch bleiben, aber in ein paar Tagen haben wir eine Verabredung, runde 12.000 km entfernt von Maumere.

Die Flugroute von Flores nach Bali beschert uns die Vogelsicht über Landschaften und Wasserwelten, die wir in fast 3 Wochen schätzen und lieben gelernt haben. Wer gerne aus der Höhe herab fotografiert, hat Glück in diesen kleinen Maschinen; einen Fensterplatz erwischst Du hier fast immer.

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Zur letzten Etappe auf Flores

Nach Moni zu kommen, ist nicht kompliziert, sei es vom Osten oder, wie wir, vom Westen kommend. Die 3 Standardoptionen, die dem Reisenden angeboten werden, fragt er nach der günstigsten Verbindung: „Taxi“ – „shared taxi“ – „local bus“ sind durchweg nutzbar. Wir wählen meist für die mittlere Option, das Sammeltaxi. Preisgünstig und vertretbar komfortabel. So kamen wir her, so wollen wir auch von Moni weiter nach Maumere. Funktioniert im Prinzip, erklärt uns Tobias der Wirt, wenn sich vor Ort genügend Leute zusammenfinden oder gerade ein Sammeltaxi ankommt, das Fahrgäste absetzt.

Da die Atomisierung der sozialen Kontakte zwischen Travellern in Zeiten der Smartphones die Chancen reduziert, eine Fahrgemeinschaft zu bilden und Du eher einen Jackpot im Lotto gewinnst, nehmen wir uns vor, in Geduld zu investieren. Gleich nach dem Frühstück warten wir einfach ab, was zuerst daher kommt und zahlende Fahrgäste mitnimmt.

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