Nachher ist vorher ist nachher

„Erst die Arbeit und dann das Vergnügen“ – dieser Imperativ aus der Welt der Malocher begleitet unser Leben viele Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte. Was aber, wenn das Vergnügen Arbeit wird und umgekehrt? Antwort: Tue, wozu Du gerade Lust hast und was Deine Zeit erlaubt. Seit wir von der letzten langen Reise zurück sind, machen wir genau das, ohne allerdings Direktionsrechten ausgesetzt zu sein oder dem Zwang, olympische Erfolge vorweisen zu müssen.

Wenn wir nicht gerade Hausaufgaben abarbeiten, recherchieren wir neue Ziele. Dabei ziehen wir beides in Erwägung, die Ferne wie die Nähe. Wie jeder Urlaubsplanende durchforsten wir dafür konventionelle Reiseführer, das Internet und dort speziell einschlägige Blogs.

Und wir werden fündig:

North Star Chronicles lesen wir und bekommen Lust auf Afrika. Nicht den ganzen Kontinent, aber den Süden, Namibia. Miriam berichtet von ihrem Road Trip und versteht es, unser Interesse zu wecken, wo wir bisher schnell abgewunken haben. Wir wissen jetzt fast alles, was wir in der Vorbereitung brauchen. Haben erfahren, wie wir so einen Trip optimal umsetzen können, welche Kosten uns erwarten, wieviel Zeit wir brauchen und was für tolle Erlebnisse uns erwarten würden. Dabei erhält unser Kopfkino durch eindrucksvolle Bilder Stoff. Die Blaupause für den Trip hätten wir also schon.

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Anreise 12.250 km

Eigentlich wollen wir noch bleiben, aber in ein paar Tagen haben wir eine Verabredung, runde 12.000 km entfernt von Maumere.

Die Flugroute von Flores nach Bali beschert uns die Vogelsicht über Landschaften und Wasserwelten, die wir in fast 3 Wochen schätzen und lieben gelernt haben. Wer gerne aus der Höhe herab fotografiert, hat Glück in diesen kleinen Maschinen; einen Fensterplatz erwischst Du hier fast immer.

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Zur letzten Etappe auf Flores

Nach Moni zu kommen, ist nicht kompliziert, sei es vom Osten oder, wie wir, vom Westen kommend. Die 3 Standardoptionen, die dem Reisenden angeboten werden, fragt er nach der günstigsten Verbindung: „Taxi“ – „shared taxi“ – „local bus“ sind durchweg nutzbar. Wir wählen meist für die mittlere Option, das Sammeltaxi. Preisgünstig und vertretbar komfortabel. So kamen wir her, so wollen wir auch von Moni weiter nach Maumere. Funktioniert im Prinzip, erklärt uns Tobias der Wirt, wenn sich vor Ort genügend Leute zusammenfinden oder gerade ein Sammeltaxi ankommt, das Fahrgäste absetzt.

Da die Atomisierung der sozialen Kontakte zwischen Travellern in Zeiten der Smartphones die Chancen reduziert, eine Fahrgemeinschaft zu bilden und Du eher einen Jackpot im Lotto gewinnst, nehmen wir uns vor, in Geduld zu investieren. Gleich nach dem Frühstück warten wir einfach ab, was zuerst daher kommt und zahlende Fahrgäste mitnimmt.

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Norddeutsches Bloggertreffen 2017

Seit gut 20 Monaten betreiben wir jetzt unseren Blog und was anfangs wirkte, wie eine schwächelnde Frühgeburt, hat sich inzwischen zu einem properen Heranwachsenden entwickelt. Klar, er braucht immer noch uns, seine Helikoptereltern, um sich im weltweiten Web zu behaupten, aber es ist uns nach wie vor ein Vergnügen, über Erlebnisse unterwegs zu berichten. Und sei es nur zur Stärkung des eigenen Gedächtnisses, um in 33 Jahren, anlässlich eines runden Geburtstages, dem Hundertjährigen, gucken zu können, welche Orte auf unserer ewigen Liste noch entdeckt werden wollen.

Dass wir größte Resonanzen mit Berichten aus der Heimat gefunden haben, hat uns selbst am meisten überrascht. Der Bericht über eine unserer Wanderungen in der Heide, wurde mehr als 12.000 mal aufgerufen. Selbst bei größter Bescheidenheit lässt sich so ein Ereignis wohl nicht übersehen. Uns hat es jedenfalls tolle Kontakte gebracht, nicht zuletzt zum Bispingen Touristik e.V.  Der Verein ist sehr erfolgreich dabei, die Region um Bispingen in der Lüneburger Heide über die Grenzen hinaus noch bekannter zu machen. Die Mitarbeiter verstehen sich ja nicht nur als freundliche und kompetente Ansprechpartner für Feriengäste vor Ort. Sie schaffen es, durch geschickte Nutzung konventioneller und digitaler Medien, hergebrachtes Heimatgefühl in einem zeitgemäßen Kontext neu zu vermitteln. Ein Konzept, das gerade in Zeiten der Globalisierung und industriell produzierten Entfremdung, funktioniert, weil es den Menschen ein vertrautes und erreichbares Rückzugsgebiet anbietet.

Wir teilen solche Ansätze. Nicht nur unterwegs, sondern gerne auch, wenn wir zuhause eine Auszeit vom Reisen nehmen.

Wahrscheinlich hat uns diese Übereinstimmung eine Einladung zu einem Bloggertreffen in der Lüneburger Heide beschert, das in 2017 unter der Schirmherrschaft der Bispingen Touristik e.V. und regionaler Anbieter vor Ort steht. Unser erstes Treffen dieser Art wird es sein, fast nahtlos im Anschluss an unsere Rückkehr aus Indonesien. Und natürlich sind wir gespannt, was uns erwartet, wen wir dort treffen und wie das ambitionierte Programm umgesetzt werden soll.

Wir freuen uns ungemein und möchten uns jetzt schon für die Einladung bedanken bei Tanja Klindworth und unserem Ansprechpartner von Bispingen Touristik e.V. Robin Sedha.

Christiane und Aras

Hinter Bajawa ist erst Ende

Komfortable Weiterfahrten lässt man am besten durch die Unterkunft buchen, in der man gerade ist. Diese Regel gilt jedenfalls für Flores. Damit bekommt der Reisende eine Abholung, ein präsentierbares Fahrzeug, den Standardpreis, wird direkt zum Hotel gebracht und der Rest ergibt sich während der Fahrt. Bonusleistungen, wie musikalische Unterhaltung oder zusätzliche Beinfreiheit, wenn das Fahrzeug nicht voll besetzt ist, können sich ergeben. Das Kostenrisiko im Sammeltaxi trägt übrigens immer der Betreiber. Fährt er mit weniger Passagieren, als er an Sitzplatzkapazität anbietet, bleibt der Fahrpreis dennoch konstant. Unsere Fahrt nach Ende deckt grob geschätzt wohl gerade mal die Spritkosten: Wir zählen drei je 7,00 € Zahlende sowie zwei auf lau mitfahrende Bekannte des Chauffeurs. Egal, solche Feinheiten belasten einen echten Florenser nicht, er bleibt gut gelaunt.

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