Jaipur

Jaipur, Hauptstadt des Bundesstaates Rajasthan, ist fast unausweichliche Anlaufstation für den Reisenden, wenn er vorhat, Rajasthan touristisch zu erkunden. Die Logistik für die Weiterreise, sei es per Flug, Bahn der Bus ist in dem Chaos aus Lärm und Bewegung durchaus noch erkenn- und damit nutzbar.

Aufgrund ihrer rostbraun-rosa Hausfassaden und Stadtmauern der Altstadt wird Jaipur auch „Pink City“ genannt und just am Rande dieses stimmungsgeladenen Stadtbereiches hatten wir ein Zimmer im ehrwürdigen Hotel Arya Niwas gebucht. P1070258.JPG Arya Niwas Hotel„Ehrwürdig“ deshalb, weil Architektur und Abläufe stark an das Kolonialerbe erinnern. Mit Rasenflächen zum Sitzen, überdachter Terrasse zum Dinieren und Ruhen, geschäftigen Angestellten, die dem Gast das Leben angenehmer machen – bei einem gnadenlos guten Preis-Leistungsverhältnis. Mit dem Tuk-Tuk ist der Besucher relativ schnell in der Altstadt. Dicht genug, um das Hawa Mahal, den Palast der Winde, zu allen Tageszeiten mit Licht und Gegenlicht zu bannen oder den City Palast zu besuchen, der in der Tat jede Rupie wehrt ist, die für den Eintritt verlangt wird. Kunstgalerie, Empfangshallen, Waffenkammer, sind die Tour wehrt. Und natürlich auch das kleine Café an der Pforte mit leckeren Muffins.

Für den Hungrigen empfiehlt sich ein Besuch im Old Green Tandoori Dhaba, ein stimmungsvoller, einfacher Laden mit leckeren Hühnchen und Lammkreationen. Leider ohne Bierausschank, aber das sollte einem das Mahl schon wert sein. Schlicht wie die Einrichtung sind die Preise; der Service ist sehr freundlich.

Pflicht für eine Visite Jaipurs ist natürlich das prächtige Fort Amber. Etwas außerhalb, aber immer noch zu erschwinglichen Preisen zu erreichen. Wer will, kann sich auf dem Rücken eines Elefanten ins Fort tragen lassen; wir haben den Aufstieg in sengender Hitze zu Fuß gewählt. Der Weg kreuzt zum Teil Passagen, wo Fußgänger und Elefanten sich die Strecke teilen müssen. Da der Klügere selbstredend auch in Indien nachgibt, haben wir natürlich immer den grauen Riesen den Vortritt gelassen. Von wegen grau, die Elefanten sind bunt bemalt und mit allerlei Auflagen und Gegenständen prächtig herausgeschmückt. Ein malerischer Anblick, vor allem für Leute, die schon seit Jahren nicht mehr im Zoo oder Zirkus waren.

Zurück in Jaipur, haben wir uns ein wenig in die Basare begeben, was manchmal übrigens sehr viel anstrengender sein kann, als etwa Besichtigungen. Kaum ein Tourist wird sich erfolgreich gänzlich dem Ansturm der Verkäufer entziehen können. Es sei denn, er verkriecht sich 24/7 im Hotel oder ist so beinhart wie wir. Über die Technik des Koberns, also Anlockens von potenziellen Kunden und Durchziehens von Verkaufsgesprächen, werden wir noch einiges zu berichten haben; diese Kunst ist fast ein eigenes Kapitel wert. Klar, dass auch bei unserem Bummel, das eine oder andere Andenken seinen Weg zu uns fand, aber über Details reden wir nach unserer Rückkehr, wer weiß, wer diesen Blog liest …..P1070460

Was uns unterwegs auffiel und wie wir hierher kamen.

Unser Tipp: Wir haben im Hotel Arya Niwas in Jaipur übernachtet.