Auf nach Jaisalmer

Das Prinzip ist zwar ok, sich als Reisender nicht mit dem Beschaffen von Fahrkarten etc. zu belasten, wenn es andere gibt, die das viel professioneller für einen erledigen können. Aber jeder Grundsatz hat natürlich seine Ausnahmen und das heute war so ein Tag, sich den zweiten Lehrsatz ins Gedächtnis zu rufen, der für Reisende unabdingbar ist: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser (Danke, Lenin).

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Mit dem Zug unterwegs in Indien

Wir haben es wieder mal gewagt, die Fahrt mit der indischen Eisenbahn. Um unsere Vorbehalte zu verstehen, muss der Leser es ertragen, sich eine kurze Episode aus einem vorherigen Aufenthalt in Indien anzutun. Klar, es ist auch erlaubt, diesen Absatz zu überspringen.

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Irgendwann im April dieses Jahres warteten wir auf einem Bahnhof in Varanasi auf den Zug, der uns Richtung nepalesische Grenze bringen sollte. Immerhin waren wir stolze Besitzer zweier Schlafwagentickets, die wir selbst noch in Deutschland online gebucht hatten. Das Buchen war übrigens ein gewaltiger Akt, es dauerte 2 Tage, bis die Anmeldung im Portal der Indian Railways zustande kam. Die Krux ist, ohne eine in Indien registrierte Simkarte geht eigentlich gar nichts, es sei denn, man schickt Kopien des Reisepasses an die Zentrale der Bahnverwaltung und erhält dann auf anderen Wegen die Freigabe.

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Ganz schön monumental

Ganz in der Nähe von Agra liegt die UNESCO-Welterbestätte Fatehpur Sikri. Eine Anlage, die vor einigen hundert Jahren als Palast und Tempel geplant war und 1585, tatsächlich nur 14 Jahre nach ihrer Gründung, wieder verlassen wurde – angeblich, weil man feststellte, dass es dort kein Wasser gab.

Es ist schier unglaublich, wie viele besterhaltene Gebäude wir dort besichtigen konnten. Kaum Anzeichen von Zerstörung oder Verfall zeichnen diesen Ort aus, der natürlich inzwischen vom Tourismus entdeckt und fleißig besucht wird. Wir erlaubten uns immerhin 90 Minuten für einen Rundgang durch die Anlage, die architektonisch und künstlerisch wohl einzigartig ist.

Aber vor uns lag ja noch das nächste Ziel, Jaipur.

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Der Weg ist das Ziel

Der Weg sei das Ziel, soll Lao Tse gesagt haben. Sicher war ihm dabei nicht die Autobahn in den Sinn gekommen, die von Delhi nach Süden hinein in den Bundesstaat Rajasthan führt. Ein geschmeidiger, moderner Highway, meist 6-spurig, ohne spektakuläre Aussichten. Ausgenommen, man ist ein Fan von eintönig wirkenden Hochbauten, die zigtausende von Menschen beheimaten können. Megatrabantenstädte, die dringend benötigt werden, aber natürlich nicht das Incredible India sind, wonach der Reisende lechzt.

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Unglaubliches Delhi

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Was macht man eigentlich in einer Riesenstadt wie Delhi? Ich vermute, alle Menschen, die dort unterwegs sind, tun mehr oder weniger das gleiche: Besichtigen, einkaufen, essen oder organisieren, nämlich die Weiterfahrt, wenn es kein Daueraufenthalt werden soll. Letzteres wird kaum einem in den Sinn kommen, der seine Indien-Reise frei plant. Jedenfalls haben wir noch keinen getroffen, der freiwillig länger in Delhi hängen geblieben ist. Individuell ist sicher die Art und Weise, die einzelnen Aktivitäten anzugehen, das kann manchmal schon eine Herausforderung werden.

Da wir kaum je organisierte Touren in Anspruch nehmen, ziehen wir mit einem Reiseführer – dem Lonely Planet, Indien – los. Hier wären jetzt die ersten Standing Ovations für uns fällig. Wer schon mal die Druckausgabe dieses Buches in der Hand gehabt hat, weiß, wie schwer es wiegt. So einen Wälzer herumzuschleppen, bei gefühlten 45 Grad Hitze, ist wahrlich brutal. Aber auch hier hilft inzwischen die Technik in Form von nützlichen Apps, die tatsächlich sehr praktisch sind. maps.me ist so ein Tool. Eine Karte, die auch offline funktioniert und im Zusammenspiel mit GPS genial ist. Also im Hotel die Sehenswürdigkeiten, Shoppingcenter oder Restaurants heraussuchen, eintragen und einfach loslaufen. Wer sich das IPad direkt vors Gesicht hält, kann gar nicht in die falsche Richtung gehen, wohl aber das Pech haben, angerempelt, geschupst oder weggedrängt zu werden. Also, immer schön auf Straßen und Verkehr achten!

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