Es weihnachtet sehr!

Von drauß’ vom Dschungel komm ich her;
ich muss Euch sagen, es weihnachtet sehr!
All überall auf den Palmenspitzen,

Das fällt einem in diesen Tagen ein, geht man durch die Straßen Südindiens, wo viele Christen zuhause sind. Die Weihnachtszeit prägt hier das Straßenbild, fast so wie wir es bei uns kennen, nicht bombastisch, dafür aber übersichtlich. In Geschäften wird Weihnachtsdeko angeboten, große und kleine, bunte Sterne, mit den bekannten Gesichtern von Jesus & Co versehen, Tannenbäumchen mit kitschigen LED-Lichterketten und rote Mützchen, wie der Nikolaus sie trägt. Alles wirkt irgendwie vertraut und doch so fern, bei Temperaturen weit über 30 Grad und einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von 85 % und Frauen die in Saris gewickelt sind.

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Durch die Backwaters

Für die Weiterfahrt nach Alleppey sind wir mutiger und gewitzter geworden; zweieinhalb Monate Indien hinterlassen ihre Spuren. Waren wir zu Beginn unserer Reise noch der Überzeugung, dass jede Strecke am besten von einem Reiseveranstalter zu buchen sei, hatten wir in einem nächsten Schritt schon selbst den Gang zum nächsten Busbahnhof oder einem Indian Railway Reservierungsbüro gewagt und ohne Zwischenhändler die Tickets direkt gebucht. Bei unseren Strecken mit den Bussen klappte es sogar, einfach zu Haltestelle zu gehen, den Bus zu finden und einzusteigen. Die Tickets wurden im Bus kassiert, alles verlief geschmeidig – bis auf das Durchgerüttelt werden.

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Weg von Madurai nach Trivandrum

Wieder einmal stand eine Etappe an, wieder einmal war ein Zugticket von uns selbst gebucht worden, 1. Klasse, Schlafwagen von Madurai nach Trivandrum. Wer Tickets als Reisender selbst buchen kann, ist stolz und selbstverständlich gewillt, die Früchte seines Geschickes zu genießen. So wie ein Koch ja gerne eine neu kreierte Speise verkostet. Da nimmt man auch Nachteile in kauf, in unserem Fall den, dass der Zug früh um 5 Uhr aus Chennai ankommen sollte. Praktisch heißt das, auch wenn das Hotel in Bahnhofsnähe liegt, bereits am Vorabend die Koffer zu packen und am Reisetag um 4 Uhr aufzustehen.

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Auf dem Highway ist die Hölle los

Während Deutschland den 1. Advent feierte, verliessen wir Kerala mit dem Methusalem unter den Expressbussen Richtung Madurai. Wie es sich in diesem Bundesstaat anfühlt, hatten wir auf unseren Wandertouren in Periyar natürlich nicht mitbekommen. Nämlich beinhart.

In Tamil Nadu leben sie noch, die klassischen Fähigkeiten, bei der jede Verkehrssituation nach dem Highlander-Prinzip zelebriert wird: Es kann nur einen geben, uns oder den Gegenverkehr.

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Auf dem Gewürz-Highway…

… ist nicht die Hölle los, im Gegenteil. Die Fahrt durch die Kardamom Hills offenbart eine enorme Dichte von Kirchen, Heligenstatuen, Jesus’en, Madonnen, Tempel oder islamische Moscheen. Kerala ist christlich infiziert, was aus Sicht eines Atheisten auch nicht überrascht, schließlich steht überall, hier sei “God’s own country”. Sei es drum, jeder soll nach seiner Facon selig werden. Offenbar funktioniert das alles hier recht gut, trotz – oder vielleicht gerade wegen – der kommunistischen Partei, die sei vielen Jahren das Geschehen politisch dominiert.

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