Die letzte Etappe

Die Insel lag zwar schon hinter uns, aber sie war immer noch präsent. Stark sogar und fühlbar. Eine Erinnerung, die einen nicht loslassen wollte. Das hatte weniger mit den Bildern und Eindrücken zu tun, weil da andere Orte, die wir besucht hatten, doch sehr viel markantere Impressionen hinterlassen hatten. Aber Koh Kood hatte ihre eigenen Werkzeuge, sich zumindest für einige Tage unvergesslich zu machen: nämlich die Sandfliegen. Wer von diesen Mieslingen unter den Insekten jemals attackiert worden ist, weiss, wovon wir reden. Für das bloße Auge kaum sichtbar, verbirgt sich diese Brut tagsüber, um bei Einbruch der Dunkelheit über Warmblüter herzufallen. Die Bisse sind höchst unangenehm, verursachen Pusteln und Entzündungen und jucken wie Sau. In Extremfällen kann das bis zu 2 Wochen anhalten. Das Schlimmste aber, Sandfliegen stehen nicht auf dem Speiseplan, der ansonsten fast alles verzehrenden Thais und können sich deswegen nahezu ungehindert vermehren.

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Zum Kotzen schöne Ankunft

Es ist immer wieder toll, die thailändische Organisation zu erleben, wenn man hier unterwegs ist. Laoten und Kambodschaner haben es ja inzwischen auch drauf, aber hier ist es perfekt. Jeder der heute noch behauptet, Alleinreisen sei in Südostasien ein Wagnis, sollte sich einmal vor Augen halten, dass es kaum eine Region auf der Welt gibt, wo Menschen, die unterwegs sind, so fürsorglich betreut werden wie hier. Im Westen gibt es so einen Service nur für Leute, die dafür viel Geld ausgeben. Hier ist es Standard.

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Tschüss Land der Khmer

Noch schlappe 2 Wochen haben wir vor uns. Die möchten wir irgendwo verbringen wo es Sonne, Strand und Meer gibt. Das gäbe es auch in Kambodscha, aber aus logistischen Überlegungen möchten wir uns so positionieren, dass wir unsere Abflugrampe in Bangkok gut und problemlos, aber auch preisgünstig erreichen können, wenn es soweit ist. Also Wechsel nach Thailand, genauer gesagt nach Trat.

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Zu den Khmer

Was mir am Reisen gefällt: an einem beliebigen Ort auf diesem Globus zu sein, der nicht der regelmäßige Wohnsitz ist. Was mir manchmal weniger daran gefällt ist, an diese Orte zu kommen. Stundenlanges sitzen in Fahr-, Flug- oder Schwimmzeugen nervt mitunter ganz gewaltig und wir ertragen diese Torturen nur, weil wir damit zu einem anderen Ort gelangen. Unser Aufbruch aus der südlichsten Ecke von Laos nach Kambodscha war genau geplant. Die Infrastruktur in der Region der 4000 Inseln ist recht übersichtlich. Es gibt zwar so etwas wie Reiseagenturen, aber hier kam als besondere Erschwernis dazu, dass ein Grenzübertritt anstand. Tja, Indochina ist nicht Schengen und hier haben alle Länder noch eine sehr ausgeprägte Territorialpolitik.

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Bye-bye Mekong

Endstation für uns in Laos waren die Wasserfälle der 4.000 Inseln. Dort, wo der Mekong sich abrupt einige Etagen tiefer verabschiedet, wo die Kontinuität des gemächlichen Flusses, wie wir ihn erlebt haben, sich nach einer flächigen Ausdehnung verengt, zwischen schroffe Felsen zwängt und mit Wucht in die tiefer gelegene Ebene ergießt. Dass hier das indochinesische Waterloo französischer Ingenieurkunst stattgefunden hat, will einem nicht so recht einleuchten. Ein Ferdinand de Lesseps hat im gleichen Jahrhundert immerhin einen Suez-Kanal erbauen lassen, warum klappte das nicht in Südostasien?

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