Durch’s wilde, grüne Sumatra

Selbst wenn Medan die Traumstadt schlechthin auf Sumatra wäre, hätte uns nichts dort gehalten, wissend, dass es hier noch Landschaften gibt, wo freilebende Orang Utans zu finden sind. Bukit Lawang, wurde als Anlaufstelle empfohlen. Da sollte es hin.

Für die Fahrt von Medan nach Bukit Lawang hatten wir kurz erwogen, einen Fahrer mit Wagen zu buchen. Allerdings lässt sich diese Strecke gut und erheblich kostengünstiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen, der Zeitaufwand unterscheidet sich kaum. Flaschenhals ist für jeden Anreisenden die Straße ab Binjai. Die Straße beherbergt, egal ob man per Jeep oder per Kleinbus unterwegs ist, die Mutter aller Schlaglöcher. Aber wie sagt der Volksmund: “nur die Harten kommen in den Garten”. Wer zu den Orang Utans will, muss dafür Mühen in Kauf nehmen. Die schlechte Qualität der Straßen hat natürlich viel mit ihrer exzessiven industriellen Nutzung zu tun. Viele Schwertransporter sind hier unterwegs, beladen mit Kieseln, Sand, Holz und vor allem den Produkten der riesigen Palmölplantagen. Weiterlesen

Von Borobudur über Surabaya nach Medan

Der Borobudur für sich, ist bereits ein Erlebnis, aber in Kombination mit den Einheimischen wird daraus für den europäischen Borobudur, BegegnungenTouristen eine Art Volksfest. Wir haben den Eindruck, als VIPs unterwegs zu sein. Überall nutzen die Indonesier die Gelegenheit, um sich mit uns zusammen fotografieren lassen. Hier in der Tempelanlage, wo regelmäßig ganze Schulklassen zu Besuch sind, um Kultur und Tradition zu tanken, werden sie sogar von ihren Lehrern ermutigt, sich ein Herz zu fassen und mit westlichen Touristen zu plaudern. Um Englisch zu üben oder den Horizont zu erweitern oder beides. Für uns waren diese Unterhaltungen zwar manchmal etwas strapaziös, aber freundliche Kommunikation und Interesse sind besser als stures aneinander Vorbeilaufen. Weiterlesen

Von Bali nach Java

Für die Chronisten unter unseren Besuchern wollen wir noch einmal den Verlauf der letzten Etappen unserer Indonesien Reise zusammenfassen und Lob, wo angebracht, natürlich nicht unterschlagen. Etwa den extrem passagierfreundlichen Flughafen für Inlandflüge, mit etwas, was wir in Deutschland in dieser Form noch nicht kennen, nämlich beste Versorgung fürs Nachladen von Mobilgeräten und freies Internet für jeden. Mit dieser Logistik und ausreichend Läden und Restaurants im Wartebereich lassen sich auch Verspätungen überbrücken. Und, damit man(n) auch schön gesund bleibt, sind die Urinale auf den Herren-WCs mit einem Messegerät versehen, die an der Farbe des abgeschlagenen Wassers informieren, ob man schon dehydriert ist.

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Der Kreis ist geschlossen

Amed und die Rückfahrt nach Ubud sollte die erste Bali-Etappe unseres Indonesien-Aufenthaltes abschließen. Die Strecke über den Wasserpalast und die heilige Batmanhöhle wäre fast als angenehm zu bezeichnen, gäbe es nicht den Sand- und Kieselabbau im Gebiet um Karangasem. Nichts gegen den Abbau, Nicht nur LKWs, auch megabeladene Motorraeder verstopfen Balis Strassender sich wirtschaftlich sicher rechnet. Aber alles, was abgebaut wurde, muss weiter befördert werden und auf Bali geschieht das mit behäbigen, schweren Lastern, die natürlich die schönste Straße der Insel benutzen und blockieren müssen. Schwerarbeit für die Frau hinterm Lenkrad bis wir in Ubud angekommen waren.

Dort hieß es dann auch „Tschüss Auto“. Es hat viel ertragen und sich wacker geschlagen der/das Karimun. Der Leistungsschub, den wir ab dem zweiten Tag zu verzeichnen hatten, lässt sich übrigens darauf zurückführen, dass wir es vorziehen, lieber mit runtergefahrenen Seitenfenstern, als mit eingeschalteter Klimaanlage zu fahren. Und was auch nicht unerwähnt bleiben darf, dieses Auto besitzt die mächtigste Heckklappe, die wir je bei einem Fahrzeug gesehen haben. Damit liesse sich glatt ein Büffel erschlagen.

Die Fahrt zum Flughafen am nächsten Morgen, ließ uns erahnen, welches Bali wir bisher nicht erlebt hatten. Das hypertouristische, mit seinen Einkaufsmalls, Hightechstraßen, All-Inclusive-Ressorts, eines teurer als das andere. Unter uns, das hatten wir auch gar nicht vermisst. Wir hatten das gefunden, was uns hergelockt hatte, das stille, idyllische, kleine tropische Paradies.

Abschluss fürs Reisetagebuch: Nächste Station Java, mit dem Zielort Yogyakarta für unsere weiteren Unternehmungen.

Von West nach Ost

Von Westen nach Osten und dann immer nach Süden und an der richtigen Stelle rechts abbiegen. So einfach lässt sich eine Weiterreise auf Bali planen. Es war gar nicht so leicht, von unserem hoch komfortablen Domizil Abschied zu nehmen, schließlich hatten wir hier alles, was wir wollten und wer wusste schon, welche Unterkünfte uns erwarten würden.

Inzwischen vertrauter mit unserem Gefährt brachen wir auf, durch den großen botanischen Garten namens Bali. P1220251.JPG Von Pemuteran geht's nach OstenEs ist so, die Insel wirkt liebevoll gepflegt, mit prächtigen Gärten, Plantagen, properen Häusern. Die Einwohner fühlen sich hier offenbar pudelwohl und sind stolz auf ihre Heimat. Die Fahrt ging zunächst an der Küste entlang, einfache Orientierung, flüssiger Verkehr. Kurzer Stopp mit Erfrischungsdrink am Lovina Beach, einem Strandort der bei Backpackern beliebt ist. Tatsächlich gibt es hier auch alles, was den jungen Travellern gefällt: Bars, kleine farbige Restaurants, Läden, günstige Herbergen. Trotzdem sahen wir vorwiegend ältere Semester. Lederhäutige Dauerurlauber wohl, die hier die günstigen Umstände nutzten, um den schlechten Monaten in Europa ein Schnippchen zu schlagen. Weiterlesen

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