Unterwegs in Israel

Dass Reisen mit Geld ausgeben verbunden sind, ist eine Binsenwahrheit. Früher hatten die Leute dafür ein Säcklein Gold im Gepäck, heute tut es die Kreditkarte. Es muss aber keine goldene sein. War früher das Säcklein Gold weg, war Holland in Not. Mit einer Kreditkarte lässt sich ähnliches erleben und zwar schon ohne dass sie weg ist. Du gehst zum ATM, meldest dich mit PIN an, drückst auf den Wunschbetrag – und es passiert nichts. Du wiederholst den Vorgang und das zweite negative Ergebnis lässt Dich stutzen.

Du erfährst auf Nachfrage am Schalter, dass Deine Karte wahrscheinlich gesperrt ist und spürst Ärger und Sorgen in Dir hochsteigen. Dann rufst Du bei der Nummer an, die auf der Kreditkarte vermerkt ist und erfährst die ganze Wahrheit. Jemand in Indonesien hat die Karte dupliziert und versucht, damit Geld abzuheben. Und die Bank Deines Vertrauens, in unserem Fall die DKB, hat es verhindert, weil sie mitbekommen hat, dass wir gerade im Nahen Osten und nicht in Indonesien reisen und die Karte gesperrt. Glück für uns. Doof nur, dass man jetzt ans eigene Geld nicht mehr herankommt. Wir werden das hinkriegen, denn als kluge Reisende haben wir mehrere Kreditkarten dabei.

Moral aus der Geschichte? Keine! Kriminelle gibt es leider überall. Was wir daraus lernen sind zwei Dinge:

  • Niemals mit mehreren Karten aus dem gleichen ATM Geld ziehen.
  • Der Bank vorher Bescheid geben, wo man zu welcher Zeit unterwegs zu sein plant. Wäre doch blöd, wenn die Kreditkarte allein wegen einer seltsamen Reiseroute als “verdächtig” eingestuft und aufgrund irgendwelcher Algorithmen, die wir nicht kennen, blockiert wird.

Diese Geschichte hat sich aktuell genauso abgespielt und wir sind froh, nicht weiter geschädigt worden zu sein.

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Von Nebo ins Gelobte Land

Mit den zeitversetzten Blogbeiträgen ist das so eine Sache. Ganz tagesakuell zu sein, ist kaum zu schaffen. Wir berichten, wenn wir in einer stillen Stunde (oder mehr) die Muse haben, Gedanken zu sammeln, Notizen auszuwerten und alles, was wir erlebt haben, in Texte zu fassen. Aufwändiger als all das ist aber das Sortieren der Bilder. Vorbei die Zeiten, wo Reisende 5 Rollen Film in der Fototasche hatten, die irgendwo zum Entwickeln gegeben und ins Album geklebt wurden.

Wenn wir uns heute, gerade angekommen in Israel, daran setzen, die letzten Tage aufzuarbeiten, scheint alles bereits so weit zurückzuliegen. Viel erleben wir, die Eindrücke überschlagen sich. Gleichwohl macht es Sinn, die Gedanken zu sammeln und die letzten Etappen zu dokumentieren. Wenn nicht jetzt, wann dann?!

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Über den Highway des Königs

Abfahrt vom Wadi Musa. Wir haben Petra ausgiebig besichtigt, sind an beiden Besuchertagen über 20 Kilometer darin unterwegs gewesen. Nach einem Ruhetag, zum Ordnen der Gedanken und der vielen, vielen Fotos, geht es Richtung Norden. Die Fahrt über den King’s Highway bleibt gemütlich, vor allem, weil hier wenig LKWs auf der Straße sind. Die Fahrer bevorzugen den schnelleren Desert Highway.

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Von Aqaba Richtung Norden

Wir haben uns für die Weiterreise ein Auto gemietet, klein, bequem und der Preis stimmt, nachdem unsere Chefverhandlerin die ursprüngliche Forderung gnadenlos um fast 1/3 gedrückt hat. Die Erfahrung im Feilschen hat sich geschärft, vor allem nach unseren Reisen durch Indien.

Raus aus Aqaba über der Desert Highway gen Norden, erstes Ziel Wadi Musa und Petra. Die Fahrkultur der Einheimischen, wenn man es denn euphemistisch als solche bezeichnen will, ist natürlich ganz anders, als wir es gewohnt sind. Beduinen, heißt es, ignorieren aus Prinzip jede Verkehrsregel, sind auch mal gerne als Geisterfahrer unterwegs und LKW-Fahrer genießen das Privileg, ungestört alle Fahrstreifen zu nutzen und die Geschwindigkeit selbst zu wählen, solange eine bestimmte Obergrenze nicht berührt wird.

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Von der Küste in die Wüste

Entschleunigen ist kaum angesagt, hier in Jordanien. Aqaba genießen wir, nach Einbruch der Dämmerung und wenn die Sonne scheint, am Strand. Nicht am öffentlichen Strand; wir haben da etwas besseres für uns aufgetan und unseren Bericht zu Aqaba ergänzt.

Wie immer fasziniert uns das Neue, speziell wenn es verspricht, großartig zu werden. Das erwarten wir uns von der Wüste Jordaniens. Erlebt haben wir auf unseren Reisen bisher die gewaltigen Höhenzüge des Himalaya, den Regenwald und ein wenig Wüste, in Rajasthan. Die dürre Landschaft wird oft verkannt und als farblos abgetan; das Gegenteil ist aber der Fall. Hier haben wir die Chance, diese Landschaftsform noch intensiver zu ergründen, als zuvor. Dafür haben wir uns eine Tour ins Wadi Rum ausgewählt und prompt umgesetzt. Natürlich sind auch wir aufgeregt, wenn wir in so ein kleines Abenteuer einsteigen.

Dabei gibt es am Vorabend unseres Ausfluges gewaltigen, unerwarteten Stress.

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