Bumpy Road to Mandalay

Kipling hatte, als er der “Road to Mandalay” poetisch ein Denkmal setzte, keinen Schimmer, wie wir uns gerade fühlen. Auch Robbie Williams, der darüber in einem Song trällert, würde kaum nachempfinden, was es heißt, in diesem Bus vom Inle See nach Mandalay unterwegs zu sein.

Aber beginnen wir am Anfang. Ein Sammeltaxi holt uns pünktlich vom Hotel ab. Zu unserer freudigen Überraschung steigen weitere Fahrgäste ein, die wir kennen, Nacho und Diego, die Spanier von der Trekking-Tour! Der Minibus, in den wir umsteigen, sieht gar nicht mal so schlecht aus.

Einer gewissen Vorahnung folgend, werfe ich vorsichtshalber Reisetabletten ein, die mir ein seliges Dösen während der ersten 20 km Fahrt bescheren. Dann wird es kurvig, rumpelig, hektisch. Wir legen Zwischenstopps ein, auch die beinharten Spanier wirken bald angegriffen.

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Trekking zum Inle See

Mit der Bahn oder mit dem Bus oder gar mit dem Taxi von Kalaw weiter zum Inle See? Die Frage stellt sich dieses Mal nicht; wir wandern dorthin. Beim Jungle King, einem der vielen Tourenanbieter in Kalaw, buchen wir die 2 Tage Variante, mit einer Übernachtung in einem Kloster. Morgens um 8.30 Uhr finden wir uns am Ladenbüro des Veranstalters ein, dem offiziellen Treffpunkt.

Zum Nacherleben vorweg die Eckdaten der Tour: Pro Person bezahlen wir für die beiden Tage all inclusive, jedoch ohne Weggebühren, 24 €. Unser Gepäck wird zu unserem Hotel in Nyaung Shwe am Inle See befördert; wir werden bis zu einem zentralen Punkt am Zielort begleitet. Unsere Gruppe besteht aus 8 Personen; die Zahl kann variieren. Am ersten Tag legen wir rund 16 km zurück, am zweiten nochmals 15 km. Die letzte Etappe mit dem Boot über den See ist ebenso enthalten wie unsere Mahlzeiten und die Übernachtung im Kloster. Natürlich auch ein Guide, der uns begleitet.

Die erste angenehme Überraschung erleben wir, als wir die Mitglieder unserer Gruppe kennenlernen. Wir atmen auf; es scheinen sympathische Begleiter zu sein. 2 Chilenen, 2 Spanier und ein deutsches Pärchen. Tatsächlich stimmt die Chemie. Die beiden Tage sind gruppendynamisch betrachtet ein Erfolg. Wir lernen uns kennen, tauschen uns aus in lockeren Gesprächen beim Wandern und gemeinsamen Essen. Spontan entsteht sogar ein “Spieleabend”, der uns alle stimmungsmäßig zu Hochform auflaufen lässt. Gut, Whisky ist mit im Spiel, Rum, einige Flaschen Bier und ein Kartenspiel. Außerdem eine intelligente Spielidee. An dieser Stelle, wir wissen, Ihr werdet es lesen, die allerbesten Grüße an Johanna, Mo(ritz), Diego, Nacho, Juan und Rodrigo. Wo immer Ihr seid, lasst es Euch gut gehen!

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Von Yangon ins Land der Shan

Die Tage in Yangon lassen uns vergessen, dass die Stadt auch ein anderes Gesicht haben kann, nämlich dann, wenn man motorisiert auf der Strasse ist. Wir haben den Luxus genossen, zu Fuß unterwegs zu sein. Das Sein bestimmt das Bewusstsein, sagt ein von mir geschätzter Philosoph, und unser Sein hat sich schlagartig verändert. Jetzt ist es die Rolle eines Fahrgastes, auf dem Weg von Downtown zum Busbahnhof Yangons, die uns nervös reagieren lässt. Die Gelassenheit des Fußgängers ist gerade im Nirvana.

Nur 30 km liegen vor uns, gleichwohl kalkulieren wir mit einer Fahrtdauer von 2 Stunden. Mit dem Fahrer vereinbaren wir den Fahrpreis, umgerechnet 6,50 €. Gut, dass er nicht auf Basis eines fiktiven Stundenlohns berechnet. Die Mörderfahrt durch den Verkehr, der wenig mit Bewegung, aber viel mit statischen Positionen zu tun hat, zehrt an den Nerven. Wer immer für das Schalten der Ampelphasen verantwortlich ist, hat entweder eine sadistische Neigung, oder er ist bis auf die Knochen korrupt. Jedenfalls haben die Fahrer des Querverkehrs mehr geboten als die Verzweifelten, die in unserer Fahrtrichtung versuchen, ein paar Meter gutzumachen. Es sind seltsamerweise immer die im Querverkehr, die fahren dürfen, nicht wir.

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Ein laaaaanger Weg

Der Weg nach Myanmar ist geschafft. Nun, wo die erhöhte Aufmerksamkeit des Unterwegsseins einer entspannten Bilanzierung des Reisegeschehens weicht, haben wir Zeit für eine persönliche Statistik: 26 Stunden waren wir von Tür zu Tür unterwegs, ganze 9.500 km. 4 Zeitzonen musste unser Biorhythmus wegstecken. Zweimal saßen wir im Taxi, einmal im Regionalzug und ebensooft in der S-Bahn. Drei Flugzeuge durften wir besteigen, ein gefühltes Dutzendmal wurden wir sicherheitskontrolliert, wenigstens 6 Spielfilme haben wir angeschaut und am Stück vielleicht gerade mal 120 Minuten geschlafen.

Schön, dass wir nun hier sind, wir werden alles tun, damit sich der Einsatz gelohnt hat.

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Es geht wieder los

Das Lied von Eis und Feuer sollten wir anstimmen, kaum passt es besser als in diesen Tagen. Unser Ausflug in die Märchenwelt der weißen Heide liegt kaum hinter uns, da holt uns die Vorfreude auf die kommenden Tage mit einer Temperatur von locker 34 Grad Celsius zurück in die Realität. Aufbruchstimmung, es geht nach Myanmar.

Geplant war die Reise zwar schon länger, aber im Alltag setzen auch wir die Prioritäten meist so, dass eigentlich erst kurz vor Aufbruch auf hochtourigen Reisemodus umgeschaltet wird. Das Vorbereiten selbst lässt sich inzwischen fast professionell durchlaufen, jedenfalls was das Packen angeht, besorgen von Tickets und Visa. “The same procedure as last time”.

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